Couverture de Learn German through Literature

Learn German through Literature

Learn German through Literature

De : Adrienne Merinnen
Écouter gratuitement

3 mois pour 0,99 €/mois

Après 3 mois, 9.95 €/mois. Offre soumise à conditions.

À propos de ce contenu audio

A podcast that teaches advanced German vocabulary through reading literature in the German language. All stories read on this podcast are from older, public-domain literature that is copyright-free.


Music By Julius H. on Pixaby.

Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Adrienne Merinnen
Apprentissage des langues
Les membres Amazon Prime bénéficient automatiquement de 2 livres audio offerts chez Audible.

Vous êtes membre Amazon Prime ?

Bénéficiez automatiquement de 2 livres audio offerts.
Bonne écoute !
    Épisodes
    • Der Fuchs und die Trauben
      Mar 8 2025

      Buy my book, the Joy of Geschlecht, On Amazon https://www.amazon.com/dp/B0DKB24Q92


      der Weinstock- grape vine

      plaudern- to chat, gossip

      das Laub- leaves, foliage

      spähen- to peer, to peak

      stützen- to support, to prop up

      die Vorderpfote- front paw

      empor- upwards, aloft

      der Satz- leap

      die Leibeskräfte- with all one’s might

      die Gier- greediness, craving

      huschen- to scurry, dart

      üppig- lush, thick

      kollern- to roll, to stagger

      äugen- to look

      vorwitzig- cheeky, inquisitive

      der Pfeil- arrow

      hochmütig- haughty, arrogant

      stolzieren- swagger, strut


      Eine Maus und ein Spatz saßen an einem Herbstabend unter einem Weinstock und plauderten miteinander. Auf einmal zirpte der Spatz seiner Freundin zu: "Versteck dich, der Fuchs kommt", und flog rasch hinauf ins Laub. Der Fuchs schlich sich an den Weinstock heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken, blauen, überreifen Trauben. Vorsichtig spähte er nach allen Seiten. Dann stützte er sich mit seinen Vorderpfoten gegen den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor und wollte mit dem Mund ein paar Trauben erwischen. Aber sie hingen zu hoch. Etwas verärgert versuchte er sein Glück noch einmal. Diesmal tat er einen gewaltigen Satz, doch er schnappte wieder nur ins Leere. Ein drittes Mal bemühte er sich und sprang aus Leibeskräften. Voller Gier huschte er nach den üppigen Trauben und streckte sich so lange dabei, bis er auf den Rücken kollerte. Nicht ein Blatt hatte sich bewegt. Der Spatz, der schweigend zugesehen hatte, konnte sich nicht länger beherrschen und zwitscherte belustigt: "Herr Fuchs, Ihr wollt zu hoch hinaus!" Die Maus äugte aus ihrem Versteck und piepste vorwitzig: "Gib dir keine Mühe, die Trauben bekommst du nie." Und wie ein Pfeil schoß sie in ihr Loch zurück. Der Fuchs biß die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: "Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben." Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück.





      Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

      Afficher plus Afficher moins
      5 min
    • Der Fuchs und der Storch
      Mar 1 2025

      Support this podcast by buying my book, The Joy of Geschlecht, on Amazon. https://www.amazon.com/dp/B0DKB24Q92


      der Schnabel (n)- bill, beak

      gierig (adj)- greedy

      obgleich (conj)- although, in spite of

      unaufhörlich (adj)- incessant, constant

      betrogen (adj)- deceived

      heiter (adj)- cheerful

      die Bewirtung (n)- hospitality

      rächen (v)- avenge

      abweisen (v)- refuse, reject

      einwilligen (v)- to consent, to agree

      langhalsigen (adj)- long necked

      schlürfen (v)- slurp

      der Mutwillen (n)- mischief, wickedness

      hinlänglich (adj)- sufficient, adequate

      strafen (v)- punish, discipline

      zufügen (v)- to add


      Ein Fuchs hatte einen Storch zu Gaste gebeten, und setzte die leckersten Speisen vor, aber nur auf ganz flachen Schüsseln, aus denen der Storch mit seinem langen Schnabel nichts fressen konnte. Gierig fraß der Fuchs alles allein, obgleich er den Storch unaufhörlich bat, es sieh doch schmecken zu lassen. Der Storch fand sich betrogen, blieb aber heiter, lobte außerordentlich die Bewirtung und bat seinen Freund auf den andern Tag zu Gaste. Der Fuchs mochte wohl ahnen, daß der Storch sich rächen wollte, und wies die Einladung ab. Der Storch ließ aber nicht nach, ihn zu bitten, und der Fuchs willigte endlich ein. Als er nun anderen Tages zum Storche kam, fand er alle möglichen Leckerbissen aufgetischt, aber nur in langhalsigen Geschirren. "Folge meinem Beispiele", rief ihm der Storch zu, "tue, als wenn du zu Hause wärest." Und er schlürfte mit seinem Schnabel ebenfalls alles allein, während der Fuchs zu seinem größten Ärger nur das Äußere der Geschirre belecken konnte und nur das Riechen hatte. Hungrig stand er vom Tische auf und gestand zu, daß ihn der Storch für seinen Mutwillen hinlänglich gestraft habe. Was du nicht willst, daß man dir tu', Das füg' auch keinem anderen zu.

      Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

      Afficher plus Afficher moins
      4 min
    • Der Fuchs und der Holzhacker
      Feb 22 2025

      Support this podcast by buying my book, The Joy of Geschlecht, on Amazon. https://www.amazon.com/dp/B0DKB24Q92


      der Holzhacker (n)- wood cutter

      inständig (adj)- urgent

      verbergen (v)- to hide, to conceal

      die Hütte (n)- hut, cabin

      der Winkel (n)- angle, corner

      erkundigen (v)- to inquire

      deuten (v)- to interpret, to explain

      achten (v)- to respect, to observe

      entfernen (v)- to remove, to take away

      der Vorwurf (n)- blame, reproach

      bezeugen (v)- to testify, to bear witness

      die Gesinnung (n)- mentality, character

      der Einklang (n)- unison, harmony

      die Handlung (n)- action, deed


      Ein vor Jägern fliehender Fuchs fand, nachdem er lange in der Wildnis herumgelaufen war, endlich einen Holzhacker und bat denselben inständig, ihn doch bei sich zu verbergen. Dieser zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs hineinging und sich in einem Winkel versteckte. Als die Jäger kamen und sich bei dem Manne erkundigten, so versicherte dieser zwar durch Worte, er wisse nichts, deutete aber mit der Hand nach dem Orte hin, wo der Fuchs versteckt war. Allein die Jäger hatten nicht darauf geachtet und entfernten sich sogleich wieder. Wie nun der Fuchs sie fortgehen sah, ging er wieder heraus, ohne etwas zu sagen; und als der Holzhacker ihm Vorwürfe machte, daß er ihm, durch den er doch gerettet worden sei, keinen Dank bezeuge, drehte sich der Fuchs nochmals um und sprach: "Ich wüßte dir gerne Dank, wenn die Werke deiner Hand und deine Gesinnung mit deinen Reden im Einklange ständen." Die Fabel geht diejenigen an, die zwar die Rechtschaffenheit im Munde führen, durch ihre Handlungen aber das Gegenteil an den Tag legen.

      Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

      Afficher plus Afficher moins
      4 min
    Aucun commentaire pour le moment