Épisodes

  • #139 Den eigenen Weg finden
    Jan 20 2026
    Angela erhielt im März 2024 die Diagnose Brustkrebs. Die Tumore waren nicht tastbar und wurden bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Eine gefühlte Ewigkeit des Wartens folgte, bis schließlich Klarheit herrschte. Anders als bei vielen anderen begann ihre Behandlung mit einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie. In dieser Folge erzählt sie von dieser Zeit, von der Entscheidung für eine Mastektomie mit gleichzeitigem Wiederaufbau und von einer Therapie, die sie körperlich und seelisch stark gefordert hat. Angela spricht darüber, wie schwer es ihr bis heute fällt, ihren Körper nach der Operation anzunehmen und wie präsent die Angst vor einer erneuten Krebsdiagnose geblieben ist. Als Monate später auf der gesunden Seite eine auffällige Stelle entdeckt wurde, entschied sie sich auch dort für eine vorsorgliche Mastektomie mit Wiederaufbau. Für sie ein Weg, dieser Angst etwas entgegenzusetzen und wieder mehr innere Ruhe zu finden. In diesem Gespräch geht es um Angst, Selbstannahme, den Alltag mit Kindern und darum, den eigenen Weg zu finden, auch wenn vieles nicht mehr so ist wie zuvor. Von Herzen alles Gute, liebe Angela.
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    1 h et 5 min
  • #138 metastasierter Gebärmutterkörperkrebs
    Jan 13 2026
    Tamara war Anfang 30, als sie die Diagnose metastasierter Gebärmutterkörperkrebs erhielt. Ein Jahr zuvor hatte sie bereits Veränderungen bemerkt: Ihr Zyklus wurde schmerzhafter, die Periode fühlte sich anders an als sonst. Sie ließ es mehrfach abklären, doch alle Untersuchungen beim Gynäkologen und auch beim Hausarzt blieben ohne Befund. Erst als Tamara mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam und ein Arzt ein CT mit Kontrastmittel veranlasste, zeigte sich das ganze Ausmaß: Tumore in der Gebärmutter, im Eierstock, in der Lunge, im Skelett und später auch Metastasen im Gehirn. Zunächst war unklar, wo der Ursprung lag, doch schließlich stand die Diagnose fest: metastasierter Gebärmutterkörperkrebs. Um überhaupt handeln zu können, wurde sofort mit einer Chemotherapie begonnen, ergänzt durch eine Bestrahlung des Gehirns. Die Behandlung war sehr belastend, brachte aber nach einigen Wochen erste Erfolge. Die Metastasen gingen zurück. In dieser Folge spricht Tamara offen über ihren Weg zur Diagnose, über das Gefühl nicht ernst genommen worden zu sein, über die körperlichen und emotionalen Folgen der Therapie. Und über das Leben mit einer ungewissen Zukunft als Palliativpatientin.
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    55 min
  • #137 Wenn das neue Leben noch keinen Namen hat
    Jan 6 2026
    Was, wenn ein neues Jahr beginnt und ich noch gar nicht so genau weiß, wie es weitergeht? Was, wenn es keine Vorsätze gibt, keine Pläne, keine klare Richtung? In dieser Solo-Folge spreche ich über genau diese Zwischenzeiten im Leben. Über Phasen, in denen sich nach einer Diagnose, nach einer Therapie oder nach großen Veränderungen vieles neu sortiert. Leise, langsam und oft ohne klare Antworten. Ich teile, was mir in den vielen Gesprächen in diesem Podcast immer wieder begegnet: dass Entwicklung ganz unterschiedlich aussieht. Dass das Leben für manche eine neue Tiefe bekommt und für andere erst einmal schwer bleibt. Und dass all das nebeneinander stehen darf. Es geht um Selbstfürsorge ohne To-do-Listen, um Zeit für sich selbst und um kleine Routinen, die dich tragen können, wenn große Ziele gerade keinen Platz haben. Außerdem erzähle ich dir, warum aus diesem Bedürfnis nach Ruhe mein neuer auditiver Begleiter "Fühl dich ruhig" entstanden ist und lade dich am Ende der Folge zu einem kurzen Moment des Innehaltens ein.
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    19 min
  • #136 Brust- & Eierstockkrebs in einem Jahr
    Dec 30 2025
    Jana war Mitte 40, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Auffälligkeiten in der Brust hatte sie schon lange: zyklusabhängige Veränderungen, Spannungsgefühle. Als sie schließlich einen Knoten ertastete und sich die Brust sichtbar eindellte, war schnell klar, dass es sich um Brustkrebs handelte. Es folgte die klassische Brustkrebsbehandlung: zunächst eine Antihormontherapie, dann die Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Während der Chemotherapie kam es über Wochen zu ungewöhnlichen Blutungen, deren Ursache zunächst unklar blieb. Untersuchungen zeigten zwar eine Zyste am Eierstock, diese wurde jedoch nicht weiter als auffällig eingeschätzt. Ein Jahr nach der Brustkrebsdiagnose entschied sich Jana ihre Eierstöcke entfernen zu lassen. Kurz nach dem Eingriff erhielt sie einen Anruf aus dem Krankenhaus: Die vermeintliche Zyste stellte sich als Eierstockkrebs heraus. Was folgte, war eine weitere große Operation mit Bauchschnitt, bei der unter anderem Gebärmutter und mehrere Lymphknoten entfernt wurden, sowie eine erneute Chemotherapie. Heute ist Jana aus der Akuttherapie heraus und hat begonnen wieder zu arbeiten. Gleichzeitig erlebt sie die Nachwirkungen der Behandlungen, unter anderem Fatigue, und beschreibt, wie sie lernen musste, dass das Leben nach zwei Krebsdiagnosen nicht einfach dort weitergeht, wo es vorher aufgehört hat.
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    53 min
  • #135 Angst aushalten und daran wachsen
    Dec 23 2025
    Gwendolin ist Mutter von zwei Kindern und steckt noch mitten in der Akuttherapie. Während sie ihre jüngste Tochter stillte, ertastete sie einen Knoten in ihrer Brust. Die Angst war sofort da, auch weil sie schon lange die Angst kannte, irgendwann an Brustkrebs zu erkranken. Nach der Abklärung stand die Diagnose fest: hormonaktiver Brustkrebs. In dieser Folge erzählt Gwendolin von ihrem Weg seit der Diagnose. Der Tumor wurde brusterhaltend operiert, anschließend begann eine Chemotherapie, in der sie sich aktuell noch befindet. Sie spricht darüber, wie wichtig es für sie war, sich in einem Krankenhaus sicher und gehört zu fühlen und wie sehr sie dieser Halt durch die gesamte Behandlung trägt. Besonders berührend erzählt Gwendolin davon, wie sie mit ihrer Tochter über die Erkankung gesprochen hat und welche Rituale ihr geholfen haben, sich von ihrer Brust, wie sie sie kannte, und später auch von ihren Haaren zu verabschieden. Sie teilt , welche Strategien sie entwickelt hat, um mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie umzugehen, und warum sie trotz allem das Gefühl hat, in dieser Zeit über sich selbst hinauszuwachsen. Es ist eine hoffnungsvolle Folge, die zeigt, dass eine Krebstherapie auch in dieser Form möglich sein kann: mit Empathie, mit Anteilnahme und auf Augenhöhe.
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    1 h et 26 min
  • #134 Vulvakarzinom und der Alltag danach
    Dec 16 2025
    Angelika erhielt die Diagnose Vulvakarzinom völlig unerwartet. Sie hatte keine klassischen Symptome und keine starken Schmerzen, sondern nur eine kleine Stelle an der innerer Schamlippe, die sie zunächst für einen harmlosen Abzess hielt. Erst als bei der Untersuchung keine Flüssigkeit abfloss und das Gewebe untersucht wurde, begann ein Weg, der ihr Leben verändern sollte. In dieser Folge erzählt Angelika von ihrer Behandlung: einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie und gleichzeitiger Bestrahlung. Die Chemotherapie hat sie vergleichsweise gut vertragen, die Bestrahlung jedoch hat deutliche und bis heute spürbare Folgen. Angelika leidet unter wiederkehrenden Erysipelen, die eine langfristige Antibiotikatherapie notwendig machen und ihren Alltag weiterhin beeinflussen. Angelika spricht darüber, wie sie gelernt hat mit diesen Nachwirkungen umzugehen, welche Strategien ihr helfen und warum es für sie wichtig ist, gut für sich selbst zu sorgen. Sie erzählt auch, dass sie sich während dieser Zeit mehr Austausch mit anderen Betroffenen gewünscht hätte. Es ist eine Folge, die zeigt, wie unterschiedlich Therapien erlebt werden und wie sich ein Leben mit bleibenden Veränderungen gestalten lässt, ohne dass alles davon bestimmt wird.
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    48 min
  • #133 Zurück im Sturm
    Dec 9 2025
    Francesca ist zum dritten Mal bei mir im Podcast zu Gast - und ihre Geschichte berührt mich sehr. Vor einigen Jahren erkrankte sie an Brustkrebs, erholte sich erstaunlich gut und fand Schritt für Schritt zurück ins Leben. Doch im Jahr 2024 erhielt sie eine neue Diagnose: alveoläres Rhabdomyosarkom, eine seltene Krebserkrankung, für die es keine etablierten Leitlinien gibt. Als sie zuletzt im Januar hier im Podcast war, steckte sie mitten in der Therapie und erzählte, wie sich diese Erkrankung bemerkbar machte. Nachdem die Therapie abgeschlossen war und die Haare wieder wuchsen, begann sie vorsichtig sich zu erholen. Doch bei der ersten Nachsorge wurden erneut Tumorzellen gefunden. Wieder ein alveoläres Rhabdomyosarkom. Diesmal in den Nasennebenhöhlen und der Stirnhöhle. Noch bevor Francesca ihre Kräfte zurückgewinnen konnte, steckt sie nun in einer neuen Therapie. In dieser Folge erzählt Francesca offen, was diese erneute Diagnose mit ihr macht: die Erschöpfung, die Angst, das erneute Sich-Aufrappeln. Und gleichzeitg spricht sie über etwas, das sie zutiefst beeindruckend macht: ihre Fähigkeit, inmitten all dessen den Blick auf das zu richten, was ihr Kraft gibt.
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    58 min
  • #132 So früh, so wichtig: die Selbstabtastung
    Dec 2 2025
    Sophie war 23 Jahre alt, als sie einen Knoten in ihrer Brust ertastete. Ein Moment, der ihr Leben veränderte. Dass sie ihren Körper so gut kannte, war kein Zufall: Schon in der Pubertät begann sie, sich regelmäßig selbst abzutasten, angestoßen durch die Familiengeschichte, denn ihre Oma erkrankte früh an Brustkrebs und verstarb. In dieser Folge erzählt Sophie offen von der Zeit zwischen Diagnose, Operation, Chemo und Reha. Sie spricht über schwierige Begegnungen im medizinischen System, über Entscheidungen, die sie viel zu jung treffen musste, und darüber, wie wenig Raum ihr gelassen wurde, selbstbestimmt über ihren Körper zu entscheiden. Dazu kommt die fachliche Perspektive von Birte Schlinkmeier, BCN aus der Rehaklinik in Bad Oexen. Sie erklärt, was junge Patientinnen beschäftigt, warum Empathie in der Behandlung entscheidend ist und welche Hilfsmittel viele Frauen nicht in dem Umfang erhalten, auf den sie eigentlich Anspruch hätten - etwa bei der BH- und Epithesenversorgung. Gemeinsam sprechen wir über die Brustselbstabtastung, die Möglichkleiten eines Wiederaufbaus, den Stellenwert der Reha und darüber, wie wichtig es ist, junge Frauen ernst zu nehmen. Es ist eine Folge über Körperwissen, Selbstbestimmung und die Bedeutung echter Begleitung - medizinisch und emotional.
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    1 h et 16 min