Épisodes

  • Österreich muss sparen. Bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?
    Jun 19 2026
    Das neue Doppelbudget der österreichischen Bundesregierung setzt auch beim Klimaschutz den Rotstift an. Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA erklärt im Podcast, was die Kürzungen beim Klima- und Energiefonds konkret bedeuten, warum der Abbau klimaschädlicher Subventionen so schwierig ist – und weshalb Österreich beim Verfehlen der EU-Klimaziele am Ende teuer draufzahlen könnte.
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    36 min
  • Wie begeistern wir die Menschen für Klimaschutz?
    Jun 5 2026
    Wenn der Nachbar plötzlich Solarpaneele auf dem Dach hat, wird Klimaschutz greifbar. Caroline Zimm, Klimawissenschaftlerin am IIASA, erklärt im Podcast, warum soziale Nachahmungseffekte so mächtig sind und wie einzelne Vorreiter gesellschaftliche Normen verändern können. Soziale und technologische Kipppunkte, die Frage was eine Energiekrise als Chance bedeuten kann und darum, was Klimaklagen, junge Aktivistinnen und solare Minigrids in Afrika gemeinsam haben.
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    36 min
  • Autorin Fischer: "Achtsamkeit ist zur Ideologie geworden"
    May 22 2026
    Kathrin Fischer hat grundsätzlich nichts gegen Achtsamkeitsübungen. So wie diese in unserer Gesellschaft betrachtet und eingesetzt werden, seien diese aber Teil einer Ideologie geworden, die die Verhältnisse stabilisiert, sagt die deutsche Journalistin und Podcasterin. Politische und wirtschaftliche Verschlechterungen würden nicht mehr hinterfragt werden, vielmehr wolle uns die heutige Interpretation von Achtsamkeit weismachen, alle Probleme seien individuell lösbar. Im Podcast erzählt Fischer, warum der Rückzug in den "Bunker der Empfindsamkeit" keine Lösung ist und was wir aus der Geschichte eines Reisbauern in Kambodscha lernen können.
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    34 min
  • Wie bringe ich Schmetterlinge in meinen Garten?
    May 8 2026
    Die Biodiversitätskrise gilt als Zwilling der Klimakrise – und zählt zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Sie schreitet so schnell voran, dass Ökologinnen und Ökologen bereits vom "sechsten Massenaussterben" in der Erdgeschichte sprechen. Das fünfte löste höchstwahrscheinlich ein Meteorit aus, der die Dinosaurier auslöschte. Auch in Österreich kommt die Natur immer stärker unter Druck. Das lässt sich auch daran ablesen, wie viele Falter durchs Land flattern. Biodiversitätsforscher Johannes Rüdisser von der Universität Innsbruck betreibt das Schmetterlingsmonitoring viel-falter.at. Im Podcast spricht er darüber, warum sich ausgerechnet Falter so gut eignen, um den Zustand der heimischen Natur zu vermessen. Er verrät den Grund des sechsten großen Massenaussterbens in der Geschichte der Erde und erklärt, welche starken Hebel die Politik gerade in der Hand hat, um dem Artensterben hierzulande etwas entgegenzusetzen. Außerdem erläutert der Biodiversitätsforscher, wie man es Schritt für Schritt schafft, dass es im eigenen Garten wieder summt und flattert – und wie man damit Schmetterlingen & Co im Überlebenskampf helfen kann.
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    48 min
  • Wie eine Koalition der Willigen die Klimapolitik neu erfinden will
    Apr 24 2026
    Während die Welt mit den Folgen des Iran-Kriegs und explodierenden Energiepreisen kämpft, treffen sich kommende Woche über 50 Staaten im kolumbianischen Santa Marta zur ersten Regierungskonferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Neben dem großen Kohleexporteur Kolumbien sitzen auch andere wichtige Öl- und Gasländer mit am Tisch. Merken die großen Förderstaaten, dass die fossile Ära zu Ende geht? Die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot von der Universität Wien erklärt, warum dieses Format bewusst anders funktioniert als die großen UN-Klimakonferenzen – und warum das eine Chance sein könnte
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    14 min
  • Wie die Klimakrise die Demokratie aushöhlt
    Apr 10 2026
    Die Demokratie steckt weltweit in der Krise, das Weltklima bekanntermaßen auch. Was hat das miteinander zu tun? Ziemlich viel, meint Jonas Schaible. Er ist Journalist beim SPIEGEL und hat 2023 in seinem Buch Demokratie im Feuer dafür plädiert, beide Krisen zusammenzudenken: Wer die Demokratie retten will, muss das Klima retten – und umgekehrt. Die Klimakrise befeuere genau jene Unsicherheiten und Verwerfungen, von denen autoritäre Kräfte profitieren – von Ernteausfällen und Überschwemmungen bis hin zu wirtschaftlichem Abstieg und Identitätsverlust. Dass die extreme Rechte Klimaschutz so gezielt verunglimpft, ist für ihn kein Zufall, sondern knallhartes politisches Kalkül. Im Podcast erklärt er, warum der bewundernde Blick nach China trügt, wo Demokratien beim Klimaschutz an ihre strukturellen Grenzen stoßen – und ob er selbst noch Hoffnung hat, dass die Wende gelingt.
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    41 min
  • Wie die nächste Ölkrise Österreich kaltlässt
    Mar 27 2026
    Der Angriff auf den Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben – und laut Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur könnte diese Krise schlimmer werden als alles, was Europa in den vergangenen 50 Jahren erlebt hat. Rund zehn Prozent des weltweiten Ölverbrauchs sind durch die Blockade der Straße von Hormuz und zerstörte Produktionsanlagen weggefallen, mehr als bei den Ölpreisschocks der 1970er-Jahre. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur erklärt im Podcast, warum Diesel dabei knapper ist als Benzin, was die neue Spritpreisbremse taugt – und wo Österreich heute besser aufgestellt ist als noch vor vier Jahren. Er räumt mit einer verbreiteten Hoffnung auf: Hohe fossile Preise treiben nicht automatisch die Energiewende voran. Denn wenn Gas teuer wird, verbrennen viele Länder schlicht mehr Kohle. Dennoch sieht der Energieexperte in der aktuellen Situation auch eine Chance: Sie zeigt schonungslos, wohin die jahrzehntelange Abhängigkeit von fossilen Importen führt – und macht erneuerbare Energie politisch unausweichlicher denn je.
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    37 min
  • Warum wir unsere Fäkalien besser nutzen sollten
    Mar 13 2026
    Rund 600 Millionen Tonnen Kot produzieren Menschen jedes Jahr. Über die Geschichte der Menschheit kam so in etwa das Gewicht des Mount Everests an Kacke zusammen. Das schreibt die deutsche Journalistin Ursula Kosser in ihrem neuen populärwissenschaftlichen Buch "Schöne Scheiße: Wie unsere Fäkalien die Ressource der Zukunft sein können", das kürzlich im Oekom-Verlag erschienen ist. Kosser findet: Über menschlichen und tierischen Kot sollte viel mehr gesprochen und nachgedacht werden. Denn mit den Fäkalien ließe sich weit mehr machen als bisher. Statt Kot mit wertvollem Trinkwasser im Klo hinunterzuspülen, könnte der Rohstoff der Schlüssel zur Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Gesundheit sein.
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    41 min