Épisodes

  • #67 Selbsthilfe, Sprache und Zugehörigkeit
    Feb 6 2026
    Warum suchen Menschen, die schon lange in Deutschland leben – manche sogar hier geboren – Unterstützung in Selbsthilfegruppen in ihrer Herkunftssprache? Warum fällt es manchmal leichter, über Schmerzen, Ängste oder Stress in der eigenen Sprache zu sprechen? Und wie beeinflussen kulturelle Rollenbilder, besonders bei Männern, die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen? In dieser Folge von Echte Stimmen hören wir zwei Perspektiven: Kazım Erdoğan ist Psychologe, Sozialarbeiter und Gründer von Aufbruch Neukölln und spricht über die erste Selbsthilfegruppe für türkische Männer, mit der er Räume für Dialog, neue Vaterrollen und gesellschaftlichen Zusammenhalt schuf. Für sein Engagement gegen Ausgrenzung und Gewalt wurde er 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Und Taylor Coburn aus den USA spricht über ihr Verständnis von Selbsthilfe und wie sie durch das Berliner Selbsthilfenetzwerk nachhaltig ihren Umgang mit psychischer Gesundheit veränderte und Stigmatisierung überwand. Heute leitet sie bei SEKIS Berlin die von ihr gegründeten Berlin Mental Health Labs, die Menschen mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, eigene Initiativen zur psychischen Gesundheit zu entwickeln und Selbstermächtigung zu leben. Eine Folge über Sprache, Zugehörigkeit und den Mut, Hilfe anzunehmen.
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    54 min
  • #66 Hoffnung stirbt mehrmals
    Nov 28 2025
    In dieser bewegenden Folge sprechen wir mit Robert Marx, der seine Frau Elisa nach 2,5 Jahren Pflege an ein Glioblastom verlor, und Julia von der Kontaktstelle Pflegeengagement aus Pankow, die uns mit ihrer fachlichen Expertise zur Seite steht. Robert hat seine Erfahrungen als junger pflegender Angehöriger öffentlich geteilt – auf Instagram, YouTube und in Artikeln. Heute gewährt er uns einen ganz persönlichen Einblick in seinen Weg, die Herausforderungen des Pflegealltags und den Umgang mit der Trauer nach Elisas Tod. Julia erklärt, welche Unterstützungsmöglichkeiten pflegenden Angehörigen zur Verfügung stehen und welche Herausforderungen dabei oft übersehen werden. Sie gibt wertvolle Tipps, wie Angehörige in dieser belastenden Zeit Unterstützung finden können – sowohl emotional als auch praktisch. Eine tiefgründige und aufschlussreiche Folge für alle, die mehr über das Leben als pflegende*r Angehörige*r erfahren möchten – und für alle, die verstehen wollen, wie wir als Gesellschaft besser unterstützen können. Auch in unserer letzten Folge, #65 Ich wollte helfen und habe mich dabei selbst verloren, geht es um eine pflegende Angehörige, die von ihrer Rolle als Tochter einer medikamentenabhängigen und pflegebedürftigen Mutter spricht. Hört gern mal rein.
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    1 h et 16 min
  • #65 Ich wollte helfen und habe mich dabei selbst verloren.
    Oct 31 2025
    Reka erzählt von ihrer Rolle als Tochter einer medikamentenabhängigen und später pflegebedürftigen Krankenschwester. Vom Schock, als sie von der Sucht erfuhr. Von Co-Abhängigkeit, Klaustrophobie, emotionaler Erschöpfung – und dem Leben zwischen Berlin und Rumänien. Ein ehrlicher Einblick in eine Situation, die viele kennen, aber kaum jemand laut ausspricht. Ergänzend gibt Marc von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin fachliche Einblicke: Was bedeutet Co-Abhängigkeit? Wo finden Angehörige Hilfe – und was braucht es strukturell, damit sie nicht übersehen werden? Eine Folge über stille Heldinnen, stille emotionale Überforderung – und die Frage: Wer hilft den Helfenden?
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    35 min
  • #64 Ich wusste nicht mehr wer ich bin“ – Berts Weg aus der Medikamentensucht
    Sep 26 2025
    „Ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wer ich bin.“ Wie überlebt man über 50 Jahre Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit? Und wie findet man – mit über 70 Jahren – den Weg zurück zu sich selbst? In dieser bewegenden Folge erzählt Bert von seinem Leben im Schatten der Sucht: Von Entzügen, Suizidversuchen, Gedächtnisverlust, der Entscheidung, sich selbst in die Klinik einzuweisen und dem mühsamen Weg in ein abstinentes Leben – mit über 70 Jahren. Außerdem: Marc von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin erklärt, warum Medikamentenabhängigkeit oft unbemerkt bleibt, wie sie entsteht – und was sich im Gesundheitssystem ändern muss, damit Hilfe früher ankommt. Wenn ihr Fragen an Bert habt, meldet euch unter echte-stimmen@sekis-berlin.de. Dann stellen wir den Kontakt gern her. Stichworte: Medikamentenabhängigkeit, Sucht im Alter, Selbsthilfe, Entgiftung, Abstinenz, Suchtprävention, Berliner Initiative gegen Medikamentenmissbrauch
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    57 min
  • #63 Borderline: Betroffene & Angehörige erzählen
    Aug 29 2025
    Was bedeutet es eigentlich, mit Borderline zu leben? Wie fühlt sich das für Betroffene und auch für Angehörige an? In dieser Folge geben wir verschiedenen Perspektiven Raum: Wir hören Angelina, als Betroffene und Dr. Susanne Kappesser als Angehörige, die sich hauptamtlich im APK, dem Angehörigenverband psychisch erkrankter Menschen engagiert. Wir sprechen mit beiden darüber, wie sich die Erkrankung im Alltag und auf Beziehungen auswirkt, welche Wege für einen guten Umgang damit gefunden werden und inwiefern Diagnosen hilfreich oder auch hinderlich sein können. Wir haben die Interviews einzeln geführt und sie für euch zu einer gemeinsamen Folge zusammengeschnitten. Dabei wird klar: Es gibt nicht die eine Borderline-Erfahrung – aber es gibt echte Stimmen, die gehört werden sollten.
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    54 min
  • #62 Alle miteinander – Elternsein von einem Kind mit Down-Syndrom
    Jun 27 2025
    Was passiert, wenn das Leben anders verläuft als geplant? Wie verändert sich das Leben, wenn man erfährt: Mein Kind hat das Down-Syndrom? Heike und Tino sind Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom – und engagieren sich im Verein Down-Syndrom Berlin e.V. In dieser Folge von Echte Stimmen teilen sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen. Offen, ehrlich und bewegend sprechen sie von den Herausforderungen, Ängsten und der großen Liebe, die ihr Familienleben prägt und darüber, wie Selbsthilfe ihnen Kraft gibt. Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Anliegen. Eine Folge über das Annehmen, Wachsen und die Kraft der Selbsthilfe. Zwei Geschichten, die Mut machen.
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    41 min
  • #61 Mehr als eine Zahl: Wege aus der Essstörung
    Jun 10 2025
    In dieser Folge sprechen wir mit Carmen darüber, was es bedeutet, Menschen auf ihrem Weg zu einem gesunden Körperbild zu begleiten und welchen Stellenwert die angeleitete Selbsthilfe im Vergleich zur selbstorganisierten Selbsthilfe hierbei hat. Wir werden Einblicke bekommen, wie Unterstützung auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene aussehen kann und warum der Weg zur Gesundheit mehr ist als nur eine Zahl auf der Waage.
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    31 min
  • #60 Wenn Tabus gebrochen werden – Anna & Henrik über Selbsthilfe bei Essstörungen
    Apr 25 2025
    In dieser Folge sprechen wir mit Anna und Henrik über ihre Geschichte mit Essstörungen und Selbsthilfe. Wir sprechen über Kontrolle, Kontrollverlust und welche Rolle Beziehungen bei der Essstörung spielen. Ihr hört, was Anna und Henrik dazu bewegt hat in eine Selbsthilfegruppe zu gehen beziehungsweise eine zu gründen und wie das abgelaufen ist. Sie erzählen davon, wie der erste Gruppenbesuch für sie war, worüber sie in ihren Gruppen reden und welche Tabus dabei gebrochen werden. Ihr hört, wie sie in ihren Gruppen mit Triggern umgehen und auch was eine Gruppe dazu bewegt sich aufzulösen.
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    29 min