Épisodes

  • Die Abschweifung 76 Transferleistung ohne Transfer
    Feb 5 2026
    In dieser Abschweifung geht es um große Worte – und das, was oft dahinter fehlt. Buzzwords, Fachbegriffe und vermeintlich kluge Konzepte begegnen uns ständig: in der Creator-Welt, in Selbstgesprächen, in Medien, Kommentaren und öffentlichen Debatten. Begriffe wie kognitive Dissonanz, Empathie, Transferleistung oder Kompetenz werden inflationär benutzt – oft ohne verstanden zu werden. Ich spreche darüber, warum Fachbegriffe Inhalte nicht ersetzen können. Warum klug klingen nicht gleich klug sein bedeutet. Und warum echte Transferleistung mehr ist als das Wiederholen auswendig gelernter Wörter. Diese Folge ist ein gedankliches Selbstgespräch über Denken, Zuhören und intellektuelle Ehrlichkeit. Über Selbstdarstellung, Scheinintellekt und die Frage, wie viel Substanz wirklich hinter großen Worten steckt – besonders in digitalen Öffentlichkeiten. Eine Abschweifung zwischen Medienkritik, Psychologie, Philosophie und Alltag. Ohne Belehrung, aber mit Klartext.
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    32 min
  • Die Abschweifung 75 Don’t feed the Troll
    Jan 30 2026
    Hate, Swatting, Doxxing, Pizzabestellungen, gezielte Einschüchterung – all das sind keine zufälligen Eskalationen im Internet, sondern kalkulierte Machtdemonstrationen. In dieser Folge der Abschweifung geht es nicht um Empörung, sondern um Mechanismen. Ausgehend von aktuellen Beispielen und eigenen Beobachtungen analysiere ich, warum Hater nicht auf Inhalte reagieren, sondern auf Aufmerksamkeit. Warum öffentliche Beschwerden oft genau das liefern, was diese Menschen suchen. Und weshalb das alte Internet-Prinzip „Don’t feed the troll“ heute aktueller ist denn je. Ich unterscheide klar zwischen Kritik und Hate, zwischen Diskurs und gezielter Zerstörung. Warum Kritiker bleiben, auch wenn man ihnen widerspricht – und warum Hater verschwinden, wenn man ihnen die Währung entzieht. Außerdem geht es um die Rolle von Öffentlichkeit, Impressumspflichten, Machtgefälle und die gefährliche Illusion, man könne Eskalation mit Lautstärke beenden. Eine Folge über Aufmerksamkeitsökonomie, digitale Gewalt und die unbequeme Erkenntnis, dass Schweigen manchmal kein Wegsehen ist – sondern Selbstschutz.
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    33 min
  • Die Abschweifung 74 Rücksicht ist kein Extra
    Jan 22 2026
    In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um etwas, das wir oft für selbstverständlich halten – und doch viel zu selten bewusst leben: Rücksichtnahme. Nicht als großes moralisches Konzept, sondern als alltägliche Haltung. Sascha erzählt von persönlichen Erfahrungen mit Inklusion, Behinderung und Neurodivergenz – von Rollstuhl, Rollator und Legasthenie, aber auch von kleinen Gesten, die den Alltag für andere spürbar leichter machen. Türen aufhalten. Zeit geben. Mitdenken. Dinge normalisieren, die eigentlich normal sein sollten. Es geht um Menstruation im Alltag, um unausgesprochene Erwartungen, um Scham, Unverständnis und darum, wie verletzend mangelnde Rücksicht sein kann – gerade dann, wenn sie als „Kritik“ oder vermeintliche Überlegenheit daherkommt. Gleichzeitig geht es um die Frage, warum viele dieser Dinge für manche Menschen ganz selbstverständlich sind und für andere offenbar nicht. Eine persönliche, nachdenkliche Folge über Empathie ohne Pathos, über Respekt statt Mitleid und über die leisen Entscheidungen, mit denen wir jeden Tag bestimmen, wie menschlich unsere Gesellschaft ist.
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    31 min
  • Die Abschweifung 73 Screenshot-Moral
    Jan 17 2026
    In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um ein Thema, das im digitalen Alltag erschreckend normal geworden ist: private Gespräche, Screenshots und heimliche Aufnahmen – und was passiert, wenn sie plötzlich öffentlich gemacht werden. Ausgehend von einem aktuellen Beispiel spreche ich darüber, wie schnell Worte aus dem Kontext gerissen werden, wie aus privaten Aussagen öffentliche Narrative entstehen und warum sich daraus oft Dynamiken entwickeln, die niemand mehr kontrolliert. Was früher als Vertrauensbruch galt, wird heute als „Beweis“ verkauft – inklusive moralischer Selbstrechtfertigung. Dabei geht es nicht nur um Recht und Gesetz, sondern um Verantwortung, um Verhältnismäßigkeit und um die Frage, wie leicht sich Täter- und Opferrollen im Internet verschieben. Wann ist es noch ein persönlicher Austausch? Wann beginnt öffentliche Bloßstellung? Und warum wird so oft vergessen, dass das gesprochene Wort in Deutschland nicht ohne Grund geschützt ist? Diese Folge ist kein Aufruf zur Empörung, sondern eine Einladung zum Nachdenken: über Kommunikation, über digitale Eskalation und darüber, wie viel Schaden ein einzelner Screenshot anrichten kann. Was meint ihr: stehen lassen, löschen lassen, anzeigen – oder aushalten? Ich bin gespannt auf eure Gedanken.
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    30 min
  • Die Abschweifung 72 Mistgabeln gegen Meteorologen
    Jan 11 2026
    Wetterwarnungen überall – und am Ende passiert gefühlt… nichts. Schulen bleiben geschlossen, Supermärkte sind voll, Social Media macht sich lustig. Doch was bedeutet eine Warnung eigentlich wirklich? In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um Wetterprognosen, öffentliche Empörung und die Frage, warum Vorsorge oft erst dann akzeptiert wird, wenn es bereits zu spät ist. Aus persönlicher Perspektive – geprägt durch Erfahrungen aus Pflege, Rettungsdienst und Alltag – wird klar: Warnungen sind kein Versprechen, sondern ein Schutzmechanismus. Warum „lieber einmal zu viel gewarnt“ kein Zeichen von Panik ist. Warum Modelle mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten – nicht mit Gewissheiten. Und warum Spott über Vorsorge gefährlicher sein kann als Schnee, Eis oder Regen selbst. Eine ruhige, nachdenkliche Abschweifung über Verantwortung, Erinnerung, Technik, gesellschaftliche Erwartungshaltungen – und darüber, was passiert, wenn wir erst nach der Katastrophe fragen: Warum hat uns eigentlich niemand gewarnt?
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    33 min
  • Die Abschweifung 71 Wenn plötzlich das Licht ausgeht
    Jan 8 2026
    Manche Tage fühlen sich schwer an, ohne dass man genau sagen kann, warum. Gedanken stapeln sich, Kleinigkeiten werden groß, und dann reicht ein Ereignis von außen, um alles in ein anderes Licht zu rücken. In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um Stromausfälle, fragile Infrastrukturen und Erinnerungen an Nächte im Kerzenschein – aber vor allem um Perspektive. Was passiert, wenn Selbstverständlichkeiten plötzlich wegfallen? Wenn Strom, Internet und Wärme nicht mehr da sind? Zwischen persönlichen Erinnerungen, gesellschaftlichen Beobachtungen und leisen Abschweifungen entsteht ein Nachdenken darüber, wie klein viele eigene Sorgen wirken, wenn man den Blick weitet. Eine ruhige, nachdenkliche Folge über Abhängigkeiten, Dankbarkeit, moderne Verwundbarkeit – und darüber, wie wichtig Menschen sind, auf die man sich verlassen kann.
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    26 min
  • Die Abschweifung 70 Der endlose Reaction-Loop
    Dec 11 2025
    Warum werden aus 20 Minuten Original-Content plötzlich 1 Stunde 40 Minuten Reaction-Dauerbeschallung? In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um die Eskalation der modernen Reaction-Kultur auf YouTube: Reactions auf Videos, Reactions auf Reactions – und irgendwann Reactions auf Reactions auf Reactions. Was als Einordnung gedacht war, wird zur endlosen Meta-Schleife. Ich spreche darüber, warum sich Meinungen heute gegenseitig potenzieren statt ergänzen, weshalb viele Reaction-Formate ihren eigentlichen Mehrwert verlieren, wie sich Creator zunehmend selbst wichtiger machen als den Content, auf den sie reagieren, und warum diese Dauer-Meta-Ebenen für viele nicht nur ermüdend, sondern regelrecht überfordernd sind. Außerdem geht es um den Unterschied zwischen aktivem Sehen und passivem Hören, um Audio als Gegenpol zur visuellen Reizüberflutung – und um die Frage, warum weniger Reaktion manchmal deutlich mehr Inhalt bedeutet. Eine Folge über Medienmechaniken, Aufmerksamkeitsökonomie, Ego-Bühnen und die stille Sehnsucht nach Klarheit im digitalen Lärm.
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    19 min
  • Ghosting, Blockieren & Funkstille – Wenn Selbstschutz zur Abrissbirne wird
    Dec 3 2025
    In dieser Folge der Abschweifung geht es um ein Verhalten, das inzwischen zum Standardrepertoire im Internet gehört: Ghosting und Blockieren. „Ich sperre dich, ich lösche dich, ich blockiere dich“ – viele kennen diesen Reflex, online wie offline. Creator schmeißen dich aus der Community, weil dir ein Kommentar „zu ehrlich“ geraten ist. Menschen verschwinden aus deinem Leben, ohne ein Wort zu sagen. Und in Familien wird lieber komplett auf Funkstille geschaltet, statt einen unbequemen Satz auszusprechen. Ich spreche darüber, warum Ghosting und Blocklisten sich nach Kontrolle anfühlen, aber in Wahrheit oft Hilflosigkeit zeigen, wie parasoziale Beziehungen auf Plattformen wie TikTok eskalieren können, wenn Menschen Erwartungen an dich haben, die du nie erfüllt hast, weshalb es einen Unterschied macht, ob ich jemanden stummschalte oder komplett blockiere, und was passiert, wenn in einer Familie alle Kommunikationswege zu sind – bis hin zu der Frage: Wer sagt dir eigentlich, dass dein Vater gestorben ist, wenn dich alle blockiert haben? Dazu kommen die üblichen Abschweifungen: Weihnachtszeit und der Druck, „funktionierende“ Familie zu spielen, das Leben als „schwarzes Schaf“, das sich trotzdem informieren lassen möchte, und die Frage, wie viel Distanz sinnvoll ist, ohne sich komplett von der Welt abzuschneiden. Am Ende geht es um einen einfachen Gedanken: Selbstschutz ja – komplette Funkstille um jeden Preis nein. Wer alles blockiert, blockiert irgendwann auch die Möglichkeit, dass sich Dinge klären können. Danke, dass du zuhörst. Wenn dir die Folge etwas gegeben hat, freue ich mich, wenn du sie teilst, kommentierst oder weiterempfiehlst – natürlich ganz ohne Blockliste.
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    22 min