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De : Axel Brüggemann
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Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne. Sciences sociales
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    Épisodes
    • Good morning, Chen Reiss!
      Jan 29 2026
      Die israelische Sopranistin Chen Reiss äußert sich im Podcast von BackstageClassical besorgt über die weltpolitische Lage und die zunehmende Politisierung der Kultur. In dem Gespräch mit Axel Brüggemann zieht sie eine klare Trennung zwischen ihrer persönlichen politischen Haltung und der Verantwortung von Künstlern, hebt Deutschland als sicheren Zufluchtsort hervor und kritisiert den Trend zu Konzertabsagen aus politischen Gründen. Blick auf die Situation von Juden in Europa
Reiss bezeichnet die aktuelle Ära als eine »absolut schreckliche Zeit«, die sich für sie »wie das Ende der Welt« anfühlt. Als Jüdin ist sie durch die Holocaust-Erzählungen ihrer Großeltern noch immer traumatisiert; die Geschichte ist für sie durch Dokumente über in Auschwitz ermordete Verwandte sehr real. Mit Blick auf die Gegenwart betont sie jedoch: »Deutschland ist heutzutage der sicherste Ort für Juden.« Scharfe Kritik übt Reiss an internationalen Institutionen wie der UN und der BBC, die ihrer Ansicht nach die jüdische Identität der Opfer des Holocaust verschleiern. Wenn die BBC lediglich von sechs Millionen Menschen spricht, ohne zu erwähnen, dass es sich um Juden handelt, sei man »einen Schritt davon entfernt zu leugnen, dass Juden im Holocaust ermordet wurden«. Reaktion auf die Israel-Absage von Zubin Mehta
Zur Entscheidung des Dirigenten Zubin Mehta, aufgrund der israelischen Politik gegenüber Gaza vorerst nicht nach Israel zurückzukehren, zeigt sich Reiss zwiegespalten. Sie betont ihre Bewunderung für Mehta, erklärt jedoch, dass sie selbst Benjamin Netanjahu nicht gewählt hat und dessen Politik nicht unterstützt. Dennoch hinterfragt sie die Wirkung solcher Boykotte: »Wen bestrafen wir eigentlich?« Politische Führer würden sich nicht dafür interessieren, ob ein klassischer Musiker auftritt oder nicht. Leidtragende seien das Publikum und die Orchestermusiker. Reiss äußert den Wunsch, dass Mehta nach Israel zurückkehrt, da er der Öffentlichkeit »so viele Jahre Trost gespendet« hat: »Bitte, bitte, Zubin komm zurück, wir brauchen Dich!« Blick auf Donald Trump und die USA
In Bezug auf die USA und die Sorge vor einer politischen Vereinnahmung von Kulturinstitutionen durch Donald Trump zeigt Reiss Verständnis für Künstler wie Philip Glass, die ihre Werke von bestimmten Bühnen zurückziehen. Sie warnt davor, dass die Politik »jeden Winkel des kulturellen Lebens dominiert«. Dennoch will sie weiterhin in Amerika auftreten, um »das Licht zu bringen« und Solidarität mit jenen zu zeigen, die sich der Politik widersetzen. »Ich stehe dafür ein, nicht auf Bühnen von Institutionen aufzutreten, deren Werte nicht mit den eigenen übereinstimmen«, so Reiss. Sie verweist dabei auf ein eigenes Beispiel aus Gent, wo sie einen Auftritt absagt, nachdem die dortigen Institutionen ankündigen, israelische Künstler nur unter der Bedingung einer Distanzierung vom Netanjahu-Regime auftreten zu lassen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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      30 min
    • Guten Morgen, Michael Becker!
      Jan 22 2026
      Gemeinsam mit dem Intendanten der Tonhalle Düsseldorf, Michael Becker, bespricht Axel Brüggemann die aktuelle Situation der Klassik: Von der Absage der Mannheimer Philharmoniker an Vadim Repin bis zu den Plänen von SWR-Intendant Kai Gniffke, an der Deutschen Radio Philharmonie zu sparen. Aber es geht natürlich auch um den Aufbruchsgeist bei den Düsseldorfer Symphonikern, um den Vorzeige-Dirigenten Adam Fischer, um rasante Abo-Steigerungen und um ein herausforderndes Programm, das beim Publikum ankommt. Die beiden sprechen außerdem über den 100. Geburtstag des einzigartigen Konzerthauses, das einst ein Planetarium war. Und zum Geburtstag seiner Tonhalle wünscht Becker sich eine Renovierung seines »Klangraumes«. Ach ja, um die Deutsche Bahn und ihre Verspätungen geht es natürlich auch! Im Podcast von BackstageClassical erklärt Becker, dass gerade Radioorchester in den aktuellen Debatten Antworten auf Ihre eigene Sinnhaftigkeit geben müssten. Er kehrt begeistert von eine China-Tournee zurück und glaubt fest daran, dass das Abonnement in der deutschen Kulturlandschaft eine Zukunft hat. Außerdem erklärt Becker, wie man in Düsseldorf ein Programm für alle Altersgruppen auf die Beine stellt. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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      37 min
    • Guten Morgen, Krystian Nowakowski!
      Jan 15 2026
      Wie verändert KI das Marketing von Klassik-Künstlern? Wie sollten sich Orchester als Marken entwickeln? Wie organisieren wir die Konsolidierung des Marktes? Und Welche Formate müssen wir für TikTok und Instagram finden? Antworten vom Medienunternehmer Krystian Nowakowski. Im aktuellen Podcast von BackstageClassical spricht der Medienunternehmer Krystian Nowakowski über den radikalen Umbruch, der aktuell in der Klassik-Szene stattfindet. Er glaubt, dass Kulturinstitutionen sich zunehmend als Marken verstehen müssen, um im Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsformen zu bestehen. Traditionsreiche Klangkörper wie die Wiener Philharmoniker erfüllten längst die Funktion einer global agierenden Marke – doch ein elitäres Erscheinungsbild könne neue Zielgruppen abschrecken. Um so wichtiger ist es, eine direkte Ansprache zu finden. Zentral für die Zukunft der Klassik sei die Präsenz in sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram müsse die klassische Musik die dort üblichen Kommunikationscodes nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen dürfe gleichzeitig aber nicht ihre Tiefe verraten. »Erst über eine gewisse Oberflächlichkeit lässt sich Interesse wecken, das dann im Konzert durch Tiefe eingelöst werden kann«, sagte Nowakowski. Der Medienunternehmer erwartet eine Konsolidierung des Marktes nach Jahren der Überkapazitäten bei Orchestern und Konzerthäusern. Künstlerinnen und Künstler müssten verstärkt auf moderne Technologien setzen, um ihre Karrieren zu sichern. Nowakowski arbeitet dafür mit eigens angepassten KI-Modellen, die Musikerinnen und Musiker bei Marketingaufgaben wie Texten oder Grafik-Design unterstützen sollen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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      31 min
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