Épisodes

  • Microshaming & bedingungslose Wertschätzung
    Jan 29 2026
    In dieser Episode nehmen David und Barbara ein Phänomen unter die Lupe, das oft unbemerkt den Lernalltag vergiftet: Microshaming. Was als vermeintlich lustiger Kommentar oder gut gemeinter Rat getarnt ist, kann bei Schülern und Teilnehmern tiefe Blockaden auslösen. David provoziert zum Einstieg mit einer Kritik an Barbaras Kleidung, um den Moment der Beschämung und die sofortige innere Verteidigungshaltung für die Zuhörer spürbar zu machen. Wir diskutieren schmerzhafte Beispiele aus Schule und Weiterbildung – von Sätzen wie „Mal schauen, was aus dir wird“ bis hin zu intellektueller Überlegenheit wie „Das ist doch Grundlagenwissen“. Dabei wird deutlich: Microshaming findet oft hochgradig subtil statt, etwa durch nonverbale Signale wie ein enttäuschtes Kopfschütteln bei der Prüfungsrückgabe oder das bewusste Überhören von Wortmeldungen.
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    33 min
  • Ähms und Pausen
    Jan 22 2026
    Hast du sich schon einmal gefragt, warum wir in Gesprächen oder Vorträgen so oft zu Füllwörtern wie «Ähm» greifen? In dieser Episode starten David und Barbara mit einem Experiment: David beginnt auf Schweizerdeutsch, um zu verdeutlichen, wie viel Energie die gleichzeitige Übersetzung ins Hochdeutsche und das Vermeiden von Füllwörtern kostet. Ein zentrales Thema ist die Angst vor der Pause. Viele Menschen nutzen das «Ähm» als eine Art Höflichkeitston oder als Schutzschild, um den Faden im Gespräch nicht zu verlieren. Doch die Quellen zeigen: Die Pause ist ein Geschenk an das Gegenüber. Sie gibt dem Zuhörer die nötige Zeit, wertvolle Gedanken zu verarbeiten, anstatt mit „Wortmüll“ überschüttet zu werden.
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    27 min
  • Postulate: Dein innerer Kompass für Haltung und Handeln
    Jan 15 2026
    Was leitet Sie, wenn es im Unterricht oder Training stressig wird? In dieser Episode führen David und Barbara den Begriff des Postulats ein – eine kraftvolle Alternative zu klassischen „Werten“. Während Werte oft nur Schlagworte bleiben, sind Postulate ausformulierte Sätze, die als Handlungsrichtlinien und innerer Kompass dienen. Barbara stellt einige ihrer zentralen Postulate vor, darunter den Musterbruch. Dabei geht es darum, das übliche Schema einer Präsentation oder Lektion bewusst zu hinterfragen: Dient das Muster noch dem Lernziel oder ist es Zeit, es zu brechen? Ein weiteres faszinierendes Postulat ist das „Open Cockpit“. Barbara beschreibt ihren Weg von der Angst, Materialien preiszugeben, hin zur radikalen Transparenz: Indem sie ihren Dozentenplatz für alle öffnet, baut sie Schwellen ab und schafft echte Augenhöhe und Nähe. David bringt das Postulat des lebenslangen Lernens ein. Er teilt seine Erfahrung als Schulleiter und warum es für ihn essenziell ist, ein Vorbild für Entwicklung zu sein – selbst wenn das bedeutet, alle zwei Jahre die Schule zu wechseln, um nicht im Gewohnten zu erstarren.
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    26 min
  • Unternehmertum in der Schule
    Jan 8 2026
    Kann Unternehmertum ein Schulfach sein? David und Barbara diskutieren in dieser Folge über die Initiativkraft junger Menschen und die Frage, wie die „Blackbox Schule“ durch einen stärkeren Realitätsbezug geöffnet werden kann. Inspiriert durch das Beispiel der 15-jährigen Amanda Matzen, die im Rahmen eines Schulprojekts ein erfolgreiches Produkt für Schultoiletten entwickelte, wird deutlich, welches Potenzial in der Verbindung von Bildung und Wirtschaft steckt.
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    32 min
  • Mehr Mut!
    Jan 1 2026
    Können wir andere Menschen eigentlich motivieren? Die ehrliche Antwort von David und Barbara lautet: Nein. In dieser Episode räumen die beiden mit dem Mythos der Fremdmotivation auf und zeigen stattdessen, wie wir durch Sog statt Druck eine attraktive Lernumgebung schaffen. Wir werfen einen Blick in das aktuelle Bildungssystem, das oft von einem fatalen Teufelskreis aus Druck und Angst geprägt ist. Wenn Eltern, Lehrpersonen und Kinder nur noch funktionieren, schliesst sich das Gehirn für echte Lernprozesse. David und Barbara diskutieren, wie man diesen Schalter umlegt: weg vom Schmerz, hin zum Freudvollen. Ein zentraler Schlüssel ist der Mut. Wir sprechen über den sogenannten „Mutmuskel“, den man im Alltag trainieren kann – zum Beispiel, indem man beim Bäcker spielerisch durch die falsche Tür geht, nur um zu sehen, was passiert. Es geht darum, die Angst vor der Blamage zu verlieren und stattdessen die Lust am Ausprobieren zu entdecken. Diese Folge ist eine Einladung, den Lehrplan als Richtschnur und nicht als Fessel zu sehen. Lassen Sie sich inspirieren, auch mal auf (oder unter) den Tisch zu steigen, um eine Botschaft zu platzieren. Denn am Ende gilt: Das Leben dehnt sich proportional zum eigenen Mut aus.
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    33 min
  • Menschen in Veränderung begleiten
    Dec 25 2025
    Lernen ist Veränderung – doch wie begleiten wir Menschen so durch diesen Prozess, dass sie sich nicht nach Sicherheit sehnend verschliessen, sondern neugierig öffnen? In dieser Episode diskutieren David und Barbara, warum das «Übliche» oft die grösste Bremse für Entwicklung ist und wie Irritation als wertvoller Funke für neues Denken fungiert. Barbara erläutert, dass Veränderung dort beginnt, wo Erwartungen durchbrochen werden. Ob durch ungewöhnliche Eintrittskarten, einen markanten Rollenwechsel oder das bewusste Aufbrechen von Sitzordnungen: Irritation schafft emotionale Eindrücke, die im Gedächtnis bleiben und den Boden für echte Veränderung bereiten. David teilt offen seine Herausforderungen, alte «Trampelpfade» im Judo-Training zu verlassen, und sucht nach Wegen, technische Inhalte mit mehr Emotion zu verknüpfen.
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    33 min
  • Suggestopädie: Mit Rhythmus, Musik und Begeisterung gegen Lernbarrieren.
    Dec 18 2025
    In dieser Episode widmen sich David und Barbara einem Konzept, das oft als „angestaubt“ gilt, aber hochaktuelle Werkzeuge für den modernen Unterricht bietet: der Suggestopädie. Der Begriff leitet sich vom englischen to suggest ab und bedeutet im Kern, Lernangebote und Vorschläge so zu gestalten, dass sie Lernbarrieren und Ängste abbauen. Barbara erklärt die fünf zentralen Wirkfaktoren, die den Unterricht transformieren können: Multisensorik: Lernen mit allen Sinnen – Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen. Rhythmisierung: Ein strukturierter Ablauf mit einem „roten Faden“, der Phasen der Anspannung und Entspannung abwechselt. Musik: Der gezielte Einsatz von Klängen, um Informationen emotional zu verankern oder eine schützende Atmosphäre für Gruppenarbeiten zu schaffen. Gruppenprozess: Die bewusste Gestaltung der sozialen Dynamik durch wechselnde Konstellationen und gemeinsames Erleben. Suggestion & Desuggestion: Die Arbeit an der eigenen Haltung und den Glaubenssätzen als Lehrperson.
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    38 min
  • Wilbert - Ein Zwerg als Ressource
    Dec 11 2025
    David und Barbara sprechen über Wilbert, eine Fantasiefigur, die enorme positive Auswirkungen auf den Schulalltag haben kann. David wurde Wilbert von einem Unterstufenlehrer vorgestellt. Wer ist Wilbert? Wilbert ist ein scheuer Zwerg, der in eine erste Klasse eingezogen ist. Er zeigt sich nicht direkt, aber man sieht seine Hütte und seinen Garten im Nebenraum. Da er nicht direkt kommunizieren kann, nutzt er die schriftliche Kommunikation. Die Kinder waren begeistert und schrieben Briefe an Wilbert, was die Motivation erhöhte und durch die Übung die Schreibkompetenz verbesserte. Wilbert wurde zu einer Konstante in einer Schule, die schwierige Zeiten durchmachte, obwohl die Kinder wussten, dass er nicht echt ist. Barbara betont, dass Wilbert das zentrale Wesen des Unterrichts berührt: Es geht darum, Links zu bauen, Eselsbrücken zu schaffen und das Thema attraktiv einzubetten (Storytelling). Es ist eine Einladung, sinn erfülltes Lernen zu ermöglichen, bei dem das Schreiben plötzlich einen Zweck erfüllt. Wilbert bietet eine neue Perspektive für das Gehirn und fördert das soziale Lernen innerhalb der Gruppe. Wilbert kann sogar als Medium genutzt werden, um Unterrichtsinhalte zu transportieren.
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    34 min