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Alles toxisch, oder was?

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---werbung---Schließe dich mir und 60 Millionen Nutzer*innen an, die Revolut lieben. Registriere dich mit dem Link unten: https://revolut.com---werbung---Auf Amazon kaufen: https://amzn.to/3LNtWAe Disclaimer: Enthält Affiliate-Links – du zahlst nicht mehr, wir erhalten ggf. eine kleine Provision. ------------------------------------------ Sehnsucht nach Sinn in einer überpsychologisierten Gegenwart Kaum ein Thema prägt den öffentlichen Diskurs so stark wie psychische Gesundheit. Begriffe wie toxische Beziehung, inneres Kind, Bindungsangst oder Selbstliebe sind längst aus Fachbüchern in soziale Netzwerke, Podcasts und Alltagsgespräche gewandert. Was ursprünglich helfen sollte, Gefühle zu verstehen und psychische Belastungen ernst zu nehmen, hat sich vielerorts zu einer Dauerbeschäftigung mit der eigenen Innenwelt entwickelt. Genau hier setzt das Buch Alles toxisch, oder was? Ein Wegweiser durch den #MentalHealth-Dschungel – und was wirklich hilft von Esther Bockwyt an. Die Autorin stellt eine zentrale Frage unserer Zeit: Wann wird psychologisches Wissen zur Hilfe – und wann zur Last? Der Untertitel des Buches verweist bereits auf den Kern des Problems. Zwischen Versprechen und Wirklichkeit klafft in der modernen Psychologie, wie sie populär vermittelt wird, oft eine große Lücke. Viele Menschen sehnen sich nach Sinn, Klarheit und Orientierung, geraten aber in eine Spirale aus Selbstdiagnosen, vermeintlichen Erklärungen und moralischen Zuschreibungen. Bockwyt greift diese Sehnsucht auf, ohne sie zu belächeln, und entwickelt daraus eine differenzierte, wohltuend nüchterne Perspektive. Esther Bockwyt als Stimme der Differenzierung Esther Bockwyt ist keine Autorin, die schnelle Lösungen verspricht. Als klinische Psychologin mit Schwerpunkten in der Persönlichkeits-, forensischen und klinischen Psychologie bringt sie eine fachliche Tiefe mit, die man in der aktuellen Mental-Health-Literatur nicht immer findet. Sie leitet das Büro Die Gutachterinnen, arbeitet als Gerichtsgutachterin und veröffentlicht seit Jahren wissenschaftlich fundierte Fachliteratur. Spätestens mit dem SPIEGEL-Bestseller Woke. Psychologie eines Kulturkampfs wurde sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In Alles toxisch, oder was? verbindet Bockwyt ihre wissenschaftliche Expertise mit einer klaren, zugänglichen Sprache. Sie schreibt verständlich, ohne zu vereinfachen, und kritisch, ohne belehrend zu wirken. Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Buch und macht es zu einem wichtigen Gegenentwurf zur häufig emotional aufgeladenen Ratgeberliteratur. Der Mental-Health-Dschungel und seine Schlagworte Das Buch setzt sich intensiv mit jenen Begriffen auseinander, die den heutigen psychologischen Diskurs dominieren. Das innere Kind wird oft als universelle Erklärung für nahezu jedes Problem herangezogen, toxische Beziehungen werden schnell diagnostiziert, Bindungsangst dient als Erklärung für gescheiterte Nähe, und Selbstliebe wird als Allheilmittel propagiert. Bockwyt zeigt, wie diese Konzepte ursprünglich gedacht waren und warum sie in ihrer verkürzten Alltagsversion häufig mehr schaden als nützen. Dabei geht es nicht darum, psychologische Modelle grundsätzlich infrage zu stellen. Vielmehr legt die Autorin offen, wo Vereinfachungen entstehen, wo Widersprüche ignoriert werden und wo Menschen anfangen, sich selbst und andere in starre Schubladen zu stecken. Der Begriff toxisch wird so zu einem moralischen Urteil, das Beziehungen beendet, statt sie zu verstehen. Psychologische Sprache wird zur sozialen Waffe, nicht zur Hilfe. Überpsychologisierung und emotionale Überforderung Ein zentrales Thema des Buches ist die Überpsychologisierung des Alltags. Bockwyt beschreibt eindrücklich, wie die permanente Selbstbeobachtung und Selbstbewertung zu emotionaler Überforderung führen kann. Wer jedes Gefühl analysiert, jedes Verhalten deutet und jede Beziehung psychologisch bewertet, verliert leicht den Kontakt zur eigenen Lebensrealität. Probleme werden nicht kleiner, sondern größer, weil sie ständig reflektiert und interpretiert werden. Die Autorin macht deutlich, dass psychische Gesundheit nicht durch permanente Innenschau entsteht. Im Gegenteil: Ein Zuviel an psychologischer Deutung kann Unsicherheit verstärken, Verantwortung verschieben und das Gefühl fördern, dem eigenen Leben ausgeliefert zu sein. Hier setzt ihr Plädoyer für mehr Gelassenheit, mehr Kontext und mehr Ambivalenz an. Ein Plädoyer für die Grautöne des Lebens Besonders prägend ist der Gedanke, den auch DER SPIEGEL in seiner Rezension hervorhebt: Alles toxisch, oder was? ist ein Plädoyer gegen Schwarz und Weiß und für die Liebe zu den Grautönen dazwischen. Bockwyt widerspricht der Vorstellung, dass es für jedes seelische Problem eine klare Ursache und eine einfache Lösung gibt. Das Leben ist komplex, widersprüchlich und oft unordentlich, und genau das müsse man aushalten lernen. Statt sich an ...
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Bonne écoute !
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