Fernsehkrimis: Opfer, Tatverdächtige und Stereotype im Realitätscheck
Die ARD-Tatorte 2025 und 2026 1. Halbjahr weisen überraschend hohe Mörderinnenanteile auf – im starken Kontrast zur deutschen Wirklichkeit, mit lediglich 15 % weiblichen Tatverdächtigen.
Gleichzeitig ist der Anteil der weiblichen Opfer deutlich niedriger als im ,echten Leben’, in dem 51 % der getöteten und ermordeten Menschen 2025 Frauen waren.
Belinde Ruth Stieve geht in der ersten Folge von „SchspIN im Ohr!“ diesen Phänomenen näher auf den Grund, und beleuchtet außerdem exemplarisch die Stereotype „junge tote Frau“ und „starke Frau – auf die Fresse!“, die nach wie vor Bestandteil deutscher Fernsehkrimis sind, in den allermeisten Fällen auf Grundlage von Drehbüchern, die Männer verfasst haben.
Außerdem stellt sie ihren neuen dramaturgischen Ansatz #waswennsieLEBT. vor und spielt ihn am Beispiel einer sterbenden Frau in einem 2026er TATORT einmal genauer durch.
Links zu Hintergrundsanalysen sowie im Podcast erwähnten Aspekten:
Aus dem Blog SchspIN - Gedanken einer Schauspielerin:
Neue Kampagne #mehralsleichen - https://schspin.stieve.com/2020/02/12/schauspielerinnen-koennen-mehr-als-leichen/
Starke Frau, auf die Fresse! https://schspin.stieve.com/2021/12/13/starke-frau-auf-die-fresse/
Wer hat's erfunden? First Case Scenario https://schspin.stieve.com/2024/10/25/tatorte-erste-faelle-drehbuch/
TATORTE 2022 - Eine gemischte Zwischenbilanz https://schspin.stieve.com/2022/11/13/tatorte-2022-eine-gemischte-zwischenbilanz/
Was wenn sie lebt. https://schspin.stieve.com/2026/04/02/was-wenn-sie-lebt/
"Ich hatte noch keinen Mordfall, der mich nicht bis nach Hause verfolgt hat" https://schspin.stieve.com/2026/04/27/tatorte-2025-jahresbilanz-filmfrauen/
Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts PKS BKA
ARD Mediathek Tatorte https://www.ardmediathek.de/tatort
Lob und Kritik am Angebot vom Ersten / ARD Mediathek https://hilfe.ard.de/fernsehen/fragen-zum-programm/lob-and-kritik-am-angebot-des-ersten-und-der-ard-mediathek/