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Serotonin

Lu par : Christian Berkel
Durée : 9 h et 29 min
5 out of 5 stars (2 notations)
Prix : 15,02 €
9,95 € / mois après 30 jours. Résiliable à tout moment.

Description

Als der 46-jährige Florent-Claude Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden - eine Entscheidung, die auch das neue Antidepressivum Captorix nicht zu ändern vermag, das ihn seine Libido kostet. Er erinnert sich an die Frauen seines Lebens, begegnet einem alten Studienfreund, der als Landwirt im globalisierten Frankreich um seine Existenz kämpft, und er rechnet ab: mit der modernen Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik - und mit sich selbst.

Nie hat Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er den Überlebenskampf des Individuums im Zeitalter der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.

©2019 Dumont (P)2019 DAV

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  • Eva Marggraf
  • 20/01/2019

Berkels Stimme macht die Geschichte authentisch

Die Gedanken um das Leben, die Liebe und sämtliche für den Protagonisten damit verbundenen Irrungen und Wirrungen vor dem Hintergrund einer Therapie mit Psychopharmaka werden von Houellebecq äußerst flüssig und unterhaltsam in einer Lebensgeschichte beschrieben. Mit Christian Berkels Stimme versehen, so angenehm und sympathisch, identifiziert sich der Hörer lange mit dem Protagonisten. Erst gegen Ende werden dessen wirklichen Wirrungen deutlich und man beginnt, zu interpretieren und zu hinterfragen und just erneut das ganze Buch von vorne hören zu wollen.

25 sur 28 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • P. K.
  • 23/01/2019

Berkel ist der richtige Mann für Houellebecq

Zunächst einmal besticht Berkel durch sein Französisch. Den ästhetizistischen Duktus des Ich-Erzählers hätte man durch schlecht ausgesprochene Namen ganz schön versauen können (allein den Namen des russischen Autors Gogol betont er falsch, auf der zweiten Silbe). Zudem überzeugt der kühle, leicht nasale Ton, in der er Houellebecqs Text vorträgt. Noch cooler als in "Unterwerfung". Der Mann ist wohlgemerkt 61 (!) und spricht einen depressiven Mittvierziger. Es wäre zu wünschen, dass Berkel auch alle anderen Houellebecq-Romane einliest.

24 sur 27 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • A. Mutschler
  • 14/02/2019

Tolles Buch, perfekt gelesen : ein Hörgenuss!

Ein Buch, wie es nur ein erfahrener Autor schrieben kann. Den Ideologien enthoben, in der Tradition französischer Schriftsteller exizentialistisch, bisweilen derbe, aber und das ist für MH ungewöhnlich, mit einer gewissen, wenngleich schlaffen Wärme seinen Mitmenschen gegenüber. Obwohl er Chauvinist ist und ohne Zurückhaltung dem männlichen Trieb einen großen Raum einräumt, war ich nicht empörte Leserin, sondern faszinierte Zuschauerin. Das ist natürlich der sprachlichen Brillianz zu verdanken, mit der MH in 2-3 Sätzen ganze Psychogramme schreibt und auch den Protagonisten nicht verschont. Definitiv ein Genuss! Die Stimme passt perfekt zum fiktiven Erzähler und auch die Übersetzung ist gelungen.

4 sur 5 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Herbert Smetan
  • 05/02/2019

Kein Stoff für Schwermütige

Michel Houellebecq zeichnet mich eloquenter berauschender Sprache wieder einmal ein erschreckendes Bild unserer Gesellschaft. Und Christian Berkel sorgt mit seiner sonoren Stimme für ein packendes Literaturerlebnis. Wer denkt es wäre reine Fiktion ignoriert, wie nahe diese Fiktion einer potentiellen Realität kommt. Bedrückend ist es, Zeuge zu werden, wie sich beim Protagonisten die Gedanken unkontrollierbar verselbstständigen, irrlichternd versteigen. Man beginnt Verständnis zu entwickeln, für die Gräueltaten, die uns täglich in den Nachrichten verschrecken. Houellebecq zeichnet das Bild einer verstörten und hilflosen Person. Bei mir hinterlässt diese Geschichte tiefe Verunsicherung, die eigentlich Panik sein sollte, denn unsere Gesellschaft ist auf diesem Kurs.

4 sur 5 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Martin Brehme
  • 11/02/2019

Detaillierte Erzählung mit apruptes Ende

Literarisch und sprachlich wirklich sehr gut und überrascht mit vulgären spitzen an den richtigen Stellen. Viele verwirrende nebensätze und hypothetische handlungsstränge. Setzt viel Wissen über französische Kultur, Künstler und Akteure voraus.
Erklärung für den Zustand etwas fad und unbefriedigend, dennoch sehr authentisch. Der Protagonist und die Erzählweise sind speziell. Identifizierung mit dem Charakter fällt schwer, dennoch kann man sich gut vorstellen, dass solche Leben existieren.
Kein Buch für nebenbei - zügiges durchhören empfohlen, wenn es bei der Thematik auch erschüttern kann. Düsteres Buch.

3 sur 4 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • St.Lindenbaum
  • 08/02/2019

Literaturnobelpreis

Houellebecq schafft es, mit jedem Buch besser zu werden! Dieses Buch hat mindestens einen Literaturnobelpreis verdient, wäre der nicht diskreditiert worden. Man sollte einen eigenen Houellebecq-Preis schaffen, der Author entzieht sich üblichen Maßstäben. Kein Schriftsteller schafft es besser, das Gefühl einer Zeit einzufangen, in die Herzen der Menschen zu sehen und ihre Abgründe schonungslos freizulegen. Ganz, ganz große Literatur!

5 sur 7 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Lars
  • 17/01/2019

Houellebecq enttäuscht bei diesem Buch

Eigentlich ist man von Houellebecq messerscharfe Gesellschaftsanalysen gewohnt. Diese kommen in dem neuen Buch aber sehr kurz und beziehen sich auch überwiegend auf eine finanziell unabhängige Klientel von Globalisierungsgewinnern. Wie er selbst eingeräumt hat, ist er mittlerweile zu reich um die "normalen" Menschen noch zu verstehen. Sein durchaus bekannter Pessimismus wird hier zum schwer erträglichen Selbstmitleid. Leider kein Vergleich zu seinen früheren Werken, die trotz Pessimismus viel Visionäres hatten.

7 sur 10 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Martin
  • 26/01/2019

Geil aufgerissen ins Blabla geführt

Nein die sexuellen Beschreibung haben mich nicht schockiert zudem sind sie ja nur im ersten Drittel des Buches bei dem ich im letzten Drittel das Gefühl hatte, dass der Schriftsteller nur noch Seiten schindet. Irgendwas kann man sich aus den Fingern ziehen und noch mal 100 oder 200 Seiten ran hängen damit der Verkaufspreis etwas höher liegt und es ein Roman ist.

Ich habe das Buch sehr wohlwollend angefangen und auch schon gute Bücher von ihm gehört, aber dieses fande ich hier länger es ging um so banaler.

6 sur 9 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Cordula
  • 26/01/2019

Gruselig

Es scheint in diesem Buch nur ein Thema zu geben.... unglaublich primitiv, nahezu in jedem Satz geht es ums ficken oder um Selbsbefriedigung .

9 sur 14 personne(s) ont trouvé cet avis utile.

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  • Martin
  • 06/02/2019

Tragisch, mit Humor, Ertragen des Seins

Die Depression, erklärt mit den laufenden Kosten, den Grundbedürfnissen des Mannes, den Bruchstellen des Lebens, und der Präzision des Steyr Mannlicher. Sowie der EU Agrarpolitik, welche das Leben der Bauern versaut. Manchmal wird die Grammatik arglässig strapaziert, humorvolle Effekte berauschend dazu.

2 sur 3 personne(s) ont trouvé cet avis utile.