Was tun bei Veränderungsmüdigkeit mit Christiane Englert
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Die bittere Realität wird beleuchtet, dass trotz glanzvoller Strategiepapiere und teurer Bühnentechnik satte 85 Prozent der Entscheidungsträger eine akute Erschöpfung in ihren Organisationen wahrnehmen. Christiane Englert teilt ihre tiefen Einblicke aus der Praxis bei Gaster Wellpappe (Stora Enso) und ihrer Forschung zu Unconscious Bias. Sie verdeutlicht, dass das Wissen über den Wandel längst vorhanden ist, die Krux jedoch in der Übersetzung auf die Straße, oder besser in der Aufforderung zum Tanz auf der Belegschaftsebene, liegt.
Die Diskussion benennt die unsichtbaren Saboteure im System: Wir debattieren über das "Orgafantengedächtnis", das veraltete Jojo-Effekte von Change-Projekten nicht vergisst, und den fatalen Hang von Führungskräften, sich nur mit bequemen Ja-Sagern zu umgeben, wodurch wertvolle Reibung verloren geht. Zudem hinterfragen wir das deutsche Bildungssystem, das kritischen Diskurs oft früh abtrainiert und stattdessen Konformismus belohnt.
Gegen die Trägheit des "Faultier-Modus" setzen wir eine klare Philosophie der kleinen Schritte. Christiane bricht eine Lanze für eine ehrliche und transparente Kommunikation, das konsequente Aufbrechen von Silodenken und die unbedingte Notwendigkeit, Führung nicht als "Kirsche auf der Sahnetorte" zu betrachten, sondern ihr die essenzielle Ressource Zeit einzuräumen. Auch die oft unterschätzte digitale Anpassungsfähigkeit der Boomer-Generation und der unschätzbare Wert von gelebtem Wissenstransfer beim langfristigen Offboarding werden intensiv beleuchtet.
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