Veränderungen
Unable to add items
Add to basket failed.
Add to wishlist failed.
Failed to remove from Wish List.
Adding to library failed
Unable to follow podcast
Unable to unfollow podcast
-
Narrated by:
-
By:
Kennt Ihr die Faszination des Neuen? Etwas Neues erleben, einen Tapetenwechsel, mal ein neues Outfit kaufen oder neue Gedankenansätze hören.
Das wollen wir doch immer wieder. Menschen suchen Neues. Wir lesen in den Evangelien, dass sich viele aufmachten, um Johannes den Täufer zu hören und später, um Jesus zu hören. Da hat jemand etwas Spannendes, Neues zu bieten.
Und auf der anderen Seite tun wir uns mit Veränderungen so schwer. Selbst kleine Routinen, wie das Aufstehen zu einer anderen Uhrzeit oder mit dem anderen Bein zuerst in die Hose zu steigen, kosten uns Überwindung.
Große Veränderungen wie ein Umzug oder eine Lebensstilveränderung machen uns Angst. Wir versuchen diese Veränderungen zu vermeiden.
Ich denke, es sind viel mehr Menschen aus Neugier zu Johannes in die Wüste gegangen, als seiner Aufforderung nach Umkehr, nach Veränderung auch zu entsprechen.
Aber was ist der Unterschied zwischen unserem Wunsch nach Neuem und der mir erst einmal unangenehmen Veränderung?
Einmal geht es um die Entscheidung bzw. die Freiwilligkeit. Es ist etwas anderes, ob ich mich entscheide umzuziehen, weil ich einen Tapetenwechsel brauche oder ob ich umziehen muss, weil ich mit dem Bestehenden überfordert bin oder der Vermieter kündigt.
Der andere Aspekt sind die Konsequenzen. Wenn ich mir etwas Neues kaufe, so sind die Konsequenzen, der Preis bekannt. Ich weiss, was ich opfern, einbringen muss. Ist mir der Preis zu hoch, verzichte ich auf das Neue.
Bei größeren Veränderungen ist uns häufig der Preis zu hoch. Damit ist nicht Geld gemeint, sondern Verzicht auf etwas, was uns wichtig ist. Das kann zum Beispiel die gute Nachbarschaft sein, die Schokolade am Abend oder das Loslassen von Feindbildern. Die Veränderung ist es mir nicht wert, darauf zu verzichten.
Oder ich kenne die Konsequenzen nicht. Die Unsicherheit, wie es sein wird, ist oft noch schlimmer, als zu wissen, was passiert.
Was hilft trotzdem eine Veränderung einzugehen oder auch zu akzeptieren:
Erstens: Begleitung. Jesus verspricht uns, jeden Weg mitzugehen und mitzutragen. Egal, was passiert, Jesus ist bei mir und hält zu mir. Wir müssen nicht allein durch, auch dann nicht, wenn wir einen Fehler gemacht haben; auch den müssen wir nicht allein ausbaden.
Zweitens: Erlauben wir uns den Verlust zu betrauern und dann auch bewusst loslassen. Dazu gehört auch ehrlich zu mir selbst zu sein, was ich als Verzicht erlebe. Trauen wir uns, diesen Verlust an Gott zu klagen.
Drittens: Sehen wir das Positive, das die Veränderung bringt. Bringt sie mir mehr Lebendigkeit, mehr Freiheit, mehr Liebe? Führt sie mich mehr zu mir selbst oder näher zu Jesus? Wir brauchen die positive Perspektive, ein Ziel.
Ich wünsche uns allen den Mut, uns an Jesu Hand auf Veränderungen einzulassen. Eure Christine Sommer