Épisodes

  • Pink (Amore Digga) – Aktivismus, Kunst & Queer Joy
    Oct 7 2026
    In dieser Folge von Off Air – Die B-Seite des Interviews spricht Wencke mit Pink (Amore Digga), Kommunikationsdesigner*in und Aktivist*in. Pink nutzt die Kombination aus historischer Frakturschrift und Neonpink, um politische Botschaften im öffentlichen Raum und auf Instagram zu platzieren. Der optische Stilbruch bricht Sehgewohnheiten, provoziert und stößt Gespräche an – auch mit Menschen außerhalb der eigenen Bubble. Gleichzeitig geht es um Pink als Person und eine Phase großer persönlicher Veränderung: über den Weg zur eigenen Identität, das Ablegen von Scham, den offenen Umgang mit Depressionen und warum gelebte Queer Joy im Alltag eine Form von Protest ist. In dieser Folge: * Wie aus Gestalttherapie und politischer Wut das Kunstprojekt Amore Digga entstand * Der Prozess persönlicher Veränderung, der Abbau von Scham und Sichtbarkeit im Alltag * Warum Aktivismus nicht perfekt sein muss und Wut als Motor funktioniert * Der CSD als politische Demonstration und der Umgang mit Blicken und Reaktionen * Die Bedeutung von Selbstermächtigung gegen Hass und gesellschaftliche Ängste * Der offene Umgang mit Depressionen, Burnout, Medikamenten und Therapie
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    1 h et 39 min
  • Dina Hellwig - Sekte, verlorene Kindheit, Schauspiel & Freiheit
    Sep 16 2026
    Was passiert, wenn die eigene Kindheit von einer radikalen Glaubensgemeinschaft bestimmt wird, in der Weltlichkeit als Bedrohung gilt und Kunst als dämonisch gebrandmarkt wird? In dieser Episode von Off Air - Die B-Seite des Interviews hat Wencke ihre Synchronkollegin und Schauspielerin Dina Hellwig zu Gast. Die beiden kennen sich aus dem Synchronstudio – doch hinter der professionellen Oberfläche verbirgt sich bei Dina eine tiefgreifende und bewegende Lebensgeschichte. Dina ist in einer sektenähnlichen, streng religiösen Organisation aufgewachsen. Als sie mit 19 Jahren entschied, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, verlor sie von einem Tag auf den anderen alles: den Kontakt zu ihrer Familie, ihr gesamtes soziales Umfeld und jeden Halt. Ohne Absicherung saß sie plötzlich auf der Straße, übernachtete bei Kolleginnen auf der Couch und musste lernen, was es bedeutet, in einer völlig unbekannten Welt zu überleben. Gemeinsam sprechen Wencke und Dina über den jahrelangen Prozess, sich aus mentalen Abhängigkeiten zu befreien, und über das Phänomen, wie vertraut sich toxische oder narzisstische Muster später wieder anfühlen können. Es geht um den steinigen Weg an die Schauspielschule – wo Dina unter anderem mit Helene Fischer studierte –, die Überwindung verinnerlichter Glaubenssätze auf der Theaterbühne und die schwierige Entfremdung von den eigenen Eltern. Ein zentraler Teil des Gesprächs widmet sich dem Erleben von Gemeinschaft, Geburtstagen und Weihnachten – Feste, die Dina als Kind nie feiern durfte und die sie sich als Erwachsene mühsam zurückholen musste. Außerdem berichtet Dina von ihrem eigenen Podcast "Kopfkino - Aussteiger berichten", in dem sie Betroffenen eine Stimme gibt, sowie von der heilsamen Wirkung von Tanz, Beten als Meditation und dem Umgang mit verdrängten Erinnerungen.
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    1 h et 19 min
  • Lotte - Lebenshunger, radikale Freiheit und Therapie
    Aug 26 2026
    Nach einer langen Pause und einer intensiven Phase der Introspektion ist Sängerin Lotte zurück. Kurz vor dem Release ihres selbstbetitelten vierten Albums „Lotte“ war sie bei Wencke zu Gast – für ihr allererstes Gespräch über die neue Platte. Nach ihrem vorherigen, sehr düsteren Album, das von schwersten persönlichen Krisen und Therapie geprägt war, fühlt sich dieses neue Werk wie ein echtes Debüt an: 100 % selbstbestimmt, voller Lebenshunger und dem absoluten Drang nach Freiheit. Lotte und Wencke sprechen radikal ehrlich über den Mut, das Musikbusiness-Hamsterrad zu verlassen, warum Therapie lebensverändernd sein kann – und warum es völlig okay ist, mit Anfang 30 noch voller Fragezeichen zu stecken. Darüber sprechen Lotte und Wencke in dieser Folge: - Vom düsteren Album zum Befreiungsschlag: Warum Lotte das vorherige Album aus sich herausschreiben musste und wie danach der Hunger auf das echte Leben zurückkam. - Körpertherapie & Die Grinberg-Methode: Wie Lotte gelernt hat, tief sitzende Verspannungen und emotionale Blockaden über den Körper zu lösen. - Wenn Therapie nicht passt: Wencke teilt ihre ehrliche Erfahrung, warum sie mit ihrer Verhaltenstherapie Schluss gemacht hat und weshalb ADHS im Behandlungsraum immer noch oft übersehen wird. - 1,5 Jahre Auszeit & London: Wie Lotte allen Erwartungen getrotzt hat, um in legendären Studios ihr Album komplett analog aufzunehmen. - Die Fragezeichen mit 31: Warum wir aufhören müssen zu glauben, mit 30 durchgespielt zu haben – und warum Zweifel der Schlüssel zu einem echten Leben sind. - Analoge Magie & Spooky Manifestationen: Warum Musikhören auf Vinyl ein Heiligtum ist und wie Lotte beim Songwriting versehentlich Dinge geschrieben hat, die kurz darauf in der Realität passiert sind.
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    1 h et 3 min
  • Lie Ning – Erwachsener Pop, queere Safer Spaces & Londoner Freiheit
    May 13 2026
    In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Lie Ning. Als Künstler*in und Musiker*in ist Peer aka Lie Ning in Berlin aufgewachsen, lebt aber mittlerweile in London. Dieser Umzug war eine Reaktion auf die politische Lage in Deutschland und den Wunsch nach einem Umfeld, in dem die eigene Person nicht ständig erklärt werden muss. Aktuell arbeitet Lie Ning an neuer Musik. Wir sprechen über den Prozess des Erwachsenwerdens und darüber, wie es sich anfühlt, wenn Masken fallen und Platz für kompromisslose Kunst entsteht. Die Themen im Überblick: London & Lebensgefühl: Lie Ning beschreibt die Normalität im Londoner Alltag und warum der Standortwechsel für die eigene künstlerische Entwicklung notwendig war. Sprache & Pronomen: Warum Gendern für Lie Ning eine Frage des Respekts und des Gehörtwerdens ist und nichts mit Grammatik-Regeln zu tun hat. Männlichkeit als Spektrum: Ein Plädoyer für Liebe jenseits von Boxen und die Freiheit, sich einfach in eine Person zu verlieben. Verantwortung in der Kunst: Wir diskutieren, ob man Werk und Künstler*in trennen kann und sprechen über den Umgang mit Musik von Kanye West oder Michael Jackson. Generationen & Politik: Warum wir mehr Austausch zwischen den Generationen brauchen und Frauen im Alter nicht unsichtbar werden dürfen. Strukturen in der Szene: Wir sprechen über Rassismus innerhalb der weißen queeren Community und die Notwendigkeit von echten Safer Spaces.
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    1 h et 24 min
  • Selda Kaya – späte Diagnose, Perimenopause und Hauptrolle
    Apr 20 2026
    In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Selda Kaya. Sie ist Schauspielerin, Musikerin und Kulturwissenschaftlerin, eine Frau, die Themen leidenschaftlich „auseinanderfrickelt“. Auf Insta hat sie viele Follower*innen, weil sie politische Themen messerscharf auf den Punkt, bringt und Menschen „Basic Human Rights“ erklärt. Obwohl Selda bereits mit 7 Jahren ihre erste Filmrolle spielte und heute eines der bekanntesten Werbegesichter Deutschlands ist, verlief ihr Weg alles andere als geradlinig. Erst mit 45 Jahren erhielt sie die Diagnose, die rückwirkend alles erklärte: ADHS. Die Themen dieser Folge im Überblick: Aufwachsen & Politik: Zwischen Freiheit in Schöneberg und Rassismuserfahrungen in Britz. Wir diskutieren über die Unlogik von Nationalismus und die politische Prägung durch ihr Elternhaus. ADHS-Diagnose mit 45: Warum die späte Erkenntnis eine Phase der Trauer über das bisherige Leben auslöst und warum „Funktionieren“ kein Gradmesser für Gesundheit ist. Das Tabu Perimenopause: Wir sprechen offen darüber, dass fast alle Frauen im Hormonchaos komplett alleine gelassen werden. Selda erklärt, warum das Medizinsystem hier oft blind ist und warum Frauen mit ADHS ein massives Problem „on top“ haben. Hormonersatztherapie & GABA: Selda gibt tiefe Einblicke in Medikamente. Wir sprechen über Hormonersatztherapie (HRT), die für alle Frauen relevant ist, und warum GABA speziell für neurodivergente Nervensysteme so wichtig ist. ADHS-Besonderheit: Warum Frauen mit ADHS aufgrund des Dopaminhaushalts oft deutlich früher in die Peri-Menopause kommen als der Durchschnitt. Karriere-Highlight: Seldas Hauptrolle in einer Produktion von Anika Decker (Drehbuchautorin von „Keinohrhasen“ und „Traumfrauen“). Resilienz, Imposter & Selbstwert: Über den Gerechtigkeitssinn, toxische Dynamiken, das Imposter-Syndrom und das Lernen, mit Mitte 40 endlich netter zu sich selbst zu sein. Wissen & Tipps: Diese Folge ist ein echtes Service-Paket. Selda erklärt, warum fundierte Eigenrecherche bei Neurodivergenz und Hormonen oft der einzige Ausweg ist, wenn Spezialist*innen für beide Themenbereiche fehlen.
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    1 h et 57 min
  • Jerry Kwarteng - Schauspiel, Realität und Repräsentation
    Mar 30 2026
    In der neuen Folge von Off Air – Die B-Seite begrüße ich einen Mann, dessen Weg alles andere als geradlinig verlief: den Schauspieler Jerry Kwarteng. Er ist heute in internationalen Produktionen zu sehen, doch der Weg dorthin war geprägt von großen Träumen, herben Enttäuschungen und einem mutigen Umweg über die Rechtswissenschaften. Jerry wuchs in Hamburg auf und brannte schon früh für die Schauspielerei, doch die Realität der deutschen Filmbranche war damals ernüchternd. Als Afro-Deutscher wurden ihm fast ausschließlich Rollen als Flüchtling mit kaum Text angeboten. Frustriert kehrte er seinem Traum den Rücken, studierte – dem Wunsch seines Vaters folgend – Jura und arbeitete jahrelang als Eventmanager in Spanien. In unserem Gespräch erzählt mir Jerry, warum er nach 15 Jahren Abstinenz doch noch einmal alles auf eine Karte setzte, eine Schauspielschule besuchte und wie er schließlich als Dr. Hendrik Althaus in der Serie „Rote Rosen“ einem Millionenpublikum bekannt wurde. Wir sprechen ganz offen über die Schattenseiten des Berufs, über die finanzielle Unsicherheit, die auch etablierte Schauspieler begleitet, und über die plötzliche Einsamkeit, die einen nach 14-Stunden-Drehtagen in fremden Hotelzimmern einholt. Als Mitbegründer des Mediennetzwerks „Schwarze filmschaffende Community“ gibt Jerry tiefe Einblicke in den Kampf um Sichtbarkeit und die schleppende Entwicklung von Diversität in Deutschland. Wir diskutieren darüber, wie wichtig echte Repräsentation in der Branche ist und wie Schauspieler heute aktiv ihren eigenen Marktwert steigern können. Ein Gespräch über Resilienz, das Aufbrechen von Klischees und die unerschütterliche Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Hinweis: ab Minute 09:50 gibt es eine kurze Phase mit blechernem Ton, der ab Minute 13:00 aber wieder gewohnt klar wird. Wir hoffen, ihr seht uns das nach – der Inhalt lohnt sich in jedem Fall!
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    1 h et 59 min
  • Alice Merton - Ängste, Kreativität und persönliche Entwicklung
    Mar 9 2026
    In dieser Episode spreche ich mit Alice Merton über ihren beeindruckenden Werdegang und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie geprägt haben. Alice erzählt, wie sie in Deutschland geboren wurde, mit drei Monaten nach New York zog, in Kanada lebte und schließlich mit 13 Jahren nach München zurückkam. Sie reflektiert über die Herausforderungen und Vorteile des ständigen Umziehens, wie Schulwechsel und den Verlust von Freundschaften. Wir sprechen offen über ihre Ängste, darunter ihre anfängliche Angst vor Interviews, die so stark wurde, dass sie ein Magengeschwür entwickelte. Alice betont, dass es keine irrationalen Ängste gibt und erzählt von ihren Therapieerfahrungen, die ihr geholfen haben, ihren Weg zu finden, während sie als Künstlerin im Rampenlicht steht. Darüber hinaus diskutieren wir Alices Erfahrungen als Coach bei „The Voice of Germany“ und die Schattenseiten, die mit dem Ruhm verbunden sind. Sie berichtet von ihren Auftritten bei Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und James Corden. Alice gibt Einblicke in ihre kreative Zusammenarbeit mit Dan Smith von Bastille in Island bei der Entstehung ihres neuen Albums „Visions“. Ein ehrliches und tiefgehendes Gespräch über persönliche Herausforderungen, die Kraft der Musik und die positive Wirkung von Therapie. TRIGGERWARNUNG: Emetophobie ab 20:35 - 22:15 und 40:40 - 46:38
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    1 h et 14 min