Größenwahn, Propaganda und Geschichte: Der Koloss von Prora
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Ein fast zehn Kilometer langer Sandstrand, gigantische Ausmaße und eine Vergangenheit, wie sie auf Rügen kein zweiter Ort aufweist: In dieser Folge nimmt euch Axel Metz mit nach Prora. Ein Ort, an dem in den 1930er-Jahren das erste Massentourismus-Seebad der Welt entstehen sollte.
Geplant für 20.000 Urlauber gleichzeitig unter einem einzigen Dach, sollte der „Koloss von Prora“ das Aushängeschild des NS-Urlaubsprogramms „Kraft durch Freude“ (KdF) werden. Doch was steckte wirklich hinter dem Entwurf, der 1937 sogar auf der Pariser Weltausstellung einen Grand Prix gewann?
In dieser Folge erfahrt ihr:
Urlaub auf Befehl: Warum der geplante KdF-Urlaub wenig mit individueller Erholung, sondern vor allem mit stramm durchgetakteter Gemeinschaftsausrichtung zu tun hatte.
Der geheime Doppelzweck: Welche kriegsvorbereitenden Hintergedanken schon bei der Konzeption der kilometerlangen Betontrakte eine Rolle spielten.
Vom Rohbau zum Sperrgebiet: Wie die unvollendete Anlage nach dem Baustopp 1939 über die Nutzung durch die Rote Armee bis hin zum streng bewachten NVA-Militärstandort der DDR geprägt wurde.
Gemeinsam mit Christian Dinse vom Dokumentationszentrum Prora blicken wir auf das historische Modell der Anlage und entschlüsseln die Spuren von NS-Propaganda, DDR-Militärgeschichte und dem Wandel dieses gigantischen Baudenkmals bis in die heutige Zeit.
Jetzt reinhören und ein faszinierendes Kapitel der Rügener Geschichte entdecken!