Cover of Der Internet Psychologe

Der Internet Psychologe

Der Internet Psychologe

By: Diplom-Psychologe Gregor Specht
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Der Internet Psychologe – der psychologische Podcast zum Zeitgeschehen. Hinter jeder politischen Debatte und jedem öffentlichen Aufreger stecken tiefe menschliche Verhaltensmuster. Dieser Kanal kratzt nicht an der Oberfläche – er blickt dahinter. Als Diplom-Psychologe ordne ich das Verhalten öffentlicher Akteure und psychologische Phänomene ein und blicke hinter die Schlagzeilen. Kein trockener Wissenschaftspodcast, sondern fundiertes psychologisches Edutainment: verständlich, kritisch und unterhaltsam. Mit Diplom-Psychologe Gregor Specht Mehr unter: www.internet-psychologe.deDiplom-Psychologe Gregor Specht Social Sciences
Episodes
  • Warum politische Ablehnung in Verachtung umschlägt | Der Internet Psychologe analysiert
    25 Oct 2026

    Wann wird aus politischer Ablehnung persönliche Verachtung? Und was verändert sich, wenn wir einen politischen Gegner nicht mehr widerlegen, sondern möglichst nicht mehr sehen, hören oder als gleichwertigen Gesprächspartner anerkennen wollen?

    Einen aktuellen Ausgangspunkt für diese Frage liefert Kurt Krömer. Mit seiner scharf zugespitzten Ansage an AfD-Wähler löste er Zustimmung, Empörung, eine Strafanzeige und eine Petition gegen seine geplante ZDF-Sendung aus.

    Doch dieses Video ist keine Analyse der Persönlichkeit Kurt Krömers und keine juristische Bewertung seiner Äußerungen. Der Fall macht vielmehr einen allgemeinen psychologischen Mechanismus sichtbar: den Moment, in dem sich die Ablehnung einer politischen Position auf den ganzen Menschen überträgt.

    In dieser Analyse betrachten wir unter anderem:

    • worin sich Ärger und Verachtung psychologisch unterscheiden

    • wann aus einer politischen Grenze eine soziale Ausgrenzung wird

    • warum moralische Überzeugungen so eng mit unserer Gruppenidentität verbunden sein können

    • weshalb wir das gegnerische Lager leicht als einheitlich und grundsätzlich verdorben wahrnehmen

    • wie Ausgrenzung Reaktanz auslösen und die Bindung an die eigene Gruppe verstärken kann

    • warum Empörung, Abwertung und Spott in sozialen Medien besonders viel Aufmerksamkeit erhalten

    • wie Künstler, Parteien, Plattformen und Publikum von derselben Eskalationsdynamik profitieren können

    • wie sich klare demokratische Grenzen ziehen lassen, ohne ganze Menschengruppen abzuwerten


    Politische Ablehnung ist nicht automatisch Verachtung. Eine demokratische Gesellschaft muss scharfe Kritik aushalten und darf Positionen entschieden zurückweisen.

    Die entscheidende Verschiebung beginnt dort, wo nicht mehr nur eine Aussage, eine Handlung oder ein politisches Ziel kritisiert wird, sondern der menschliche Wert des Gegenübers infrage steht.

    Ärger kann noch die Erwartung enthalten, dass der andere sein Verhalten ändert. Verachtung vermittelt dagegen: Mit dir lohnt sich die Auseinandersetzung nicht mehr.

    Damit endet der politische Konflikt nicht. Er verwandelt sich in einen Kampf um Zugehörigkeit, moralischen Wert und gesellschaftlichen Ausschluss.

    --

    Schön, dass ihr dabei seid!

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    Mehr Informationen über mich und meine Arbeit: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.internet-psychologe.de/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

    Hinweis: Das redaktionelle Cover-Artwork dieser Episode wurde als visuelle Metapher mit KI-gestützten Werkzeugen konzipiert.

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    13 min
  • Warum schlechte Nachrichten stärker wirken – Negativity Bias erklärt | Der Internet Psychologe erklärt
    18 Oct 2026

    Warum erinnern wir uns an einen verletzenden Kommentar oft besser als an zwanzig freundliche Rückmeldungen? Und warum können einige wenige schlechte Nachrichten unser Bild von der Wirklichkeit stärker prägen als zahlreiche positive Erfahrungen?

    Dahinter steckt der sogenannte Negativity Bias: Negative Informationen ziehen häufig mehr Aufmerksamkeit auf sich, werden intensiver verarbeitet und beeinflussen unser Urteil stärker als vergleichbare positive Informationen.

    In dieser Folge von „Der Internet-Psychologe erklärt“ geht es darum,

    - warum unser psychisches Alarmsystem Gefahren bevorzugt behandelt,

    - weshalb Kritik besonders lange im Gedächtnis bleiben kann,

    - wie aus einzelnen negativen Eindrücken ein verzerrtes Weltbild entsteht,

    - warum Nachrichten und soziale Medien diesen Effekt verstärken können,

    - und wie wir Aufmerksamkeit und Wirklichkeit wieder besser voneinander unterscheiden.


    Der Negativity Bias bedeutet nicht, dass negative Informationen unwahr oder unwichtig wären. Der Denkfehler beginnt dort, wo wir aus der Stärke unserer Reaktion automatisch auf die Häufigkeit oder Bedeutung eines Ereignisses schließen.

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    7 min
  • Warum alte Rollen nicht mehr tragen – Die stille Krise der Männer | Der Internet Psychologe analysiert
    11 Oct 2026

    Stark, einfühlsam, erfolgreich, fürsorglich und zugleich unabhängig: An Männer werden heute viele Erwartungen gleichzeitig gerichtet. Mehr Freiheit eröffnet neue Lebenswege – doch sie beantwortet nicht automatisch, woran ein Mann seinen Wert misst, wo er hingehört und wofür er gebraucht wird.

    Warum erleben manche Männer den gesellschaftlichen Rollenwandel deshalb nicht nur als Befreiung, sondern auch als Orientierungslosigkeit?

    In dieser psychologischen Analyse untersuche ich die stille Krise der Männer. Dabei geht es weder um eine pauschale Diagnose aller Männer noch um die Behauptung, die gewachsene Freiheit von Frauen sei das Problem. Im Mittelpunkt steht die Frage, was geschieht, wenn der traditionelle männliche Rollenkompass seine Verbindlichkeit verliert, während ein neuer noch keine gemeinsame Richtung anzeigt.

    Wir betrachten unter anderem:

    • warum soziale Rollen nicht nur einengen, sondern auch Orientierung geben

    • weshalb Männlichkeit kulturell häufig als ein Status erlebt wird, der immer wieder bewiesen werden muss

    • wie Leistung, beruflicher Erfolg und gesellschaftlicher Rang mit dem männlichen Selbstwert verbunden sein können

    • warum soziale Medien den Vergleich mit scheinbar erfolgreicheren Männern verschärfen

    • wie männliche Freundschaften, emotionale Zurückhaltung und Einsamkeit zusammenhängen können

    • weshalb dominante Internetfiguren und die sogenannte Manosphere so eindeutige Antworten anbieten

    • wie ein innerer Rollenkompass aussehen könnte, der Stärke, Verantwortung und Verletzlichkeit miteinander verbindet


    Die Krise mancher Männer besteht möglicherweise nicht einfach darin, dass sie zu wenig Macht oder Anerkennung besitzen. Sie kann auch daraus entstehen, dass Leistung, Härte und Status nicht mehr zuverlässig jene Zugehörigkeit erzeugen, die der alte Rollenkompass versprochen hat.

    Einfache Forderungen nach einer Rückkehr zu traditionellen Männerrollen greifen deshalb ebenso zu kurz wie der Hinweis, Männer müssten sich lediglich von alten Erwartungen befreien. Wer einen bisherigen Kompass verliert, braucht mehr als die Information, dass die alte Richtung nicht mehr stimmt.

    Ein tragfähiges männliches Selbstbild müsste Verantwortung ermöglichen, ohne Selbstwert ausschließlich an Leistung zu binden. Es müsste Nähe und Verletzlichkeit zulassen, ohne Selbstständigkeit und Stärke abzuwerten.

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    14 min
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