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#40 Die Rote Liste und wie wird eigentlich entschieden, welche Arten bedroht sind?

#40 Die Rote Liste und wie wird eigentlich entschieden, welche Arten bedroht sind?

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Die Rote Liste der bedrohten Arten kennen viele. Doch wie entsteht sie eigentlich? Wer sammelt die Daten, wer bewertet die Arten und wie kommt am Ende die Einstufung zustande?

Darüber spreche ich mit Marion Mertens. Sie erklärt, was die Rote Liste genau ist und welche Aufgaben Bund, Kantone, BAFU und IUCN dabei übernehmen. Wir werfen auch einen kurzen Blick zurück zu den Anfängen in den 1960er-Jahren und sprechen darüber, warum die Rote Liste in der Schweiz seit 1994 rechtlich relevant ist.

Danach geht es um die Grundlage jeder Roten Liste: die Daten. Warum gibt es von manchen Arten riesige Datenmengen, während bei anderen kaum Informationen vorhanden sind? Und welche Unterschiede innerhalb einer Art müssen bei der Bewertung berücksichtigt werden?

Marion kann auch ein wenig aufzeigen, wie die Forschung und Datenerhebung finanziert werden und wie aus den gesammelten Informationen die verschiedenen Gefährdungskategorien entstehen.

Eine wichtige Veränderung brachte dabei die Genetik. Neue genetische Erkenntnisse haben unser Verständnis über die Verwandtschaft von Arten teilweise völlig verändert. Ein überraschendes Beispiel von Marion ist die nahe Verwandtschaft von Uhu und Schneeeule.

Sie gibt ausserdem einen persönlichen Einblick in ihre Arbeit mit den Mollusken und wie die Arten für die Rote Liste erfasst, eingeteilt und die Daten anschliessend ausgewertet werden.

Zum Schluss sprechen wir darüber, wie häufig die Roten Listen aktualisiert werden, was zwischen den Aktualisierungen passiert und warum Kantone wie Basel-Stadt ein Interesse daran haben, neue Erhebungen anzustossen und die Daten zu erhalten.

Und zum Schluss eine wichtige Frage: Steht eigentlich auch der Mensch auf der Roten Liste? Und wenn ja, in welcher Gefährdungskategorie?

Ein Blick hinter die Kulissen einer Liste, die weit mehr Arbeit, Forschung und Daten enthält, als es auf den ersten Blick scheint.


Mehr über Marion und Ihre Arbeit: www.lifescience.ch


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